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Google tunt die AdWords Anzeigenpositionen

Höher, schmaler, teurer – Google tunt die AdWords Anzeigenpositionen

Nun ist es also soweit – seit diesem Wochenende hat Google die weltweite Auslieferung der neuen AdWords Suchergebnisdarstellung begonnen. Hier erfahrt ihr die Fakten, eine erste Einschätzung des veränderten Klickverhaltens und unsere Tipps für die nächsten Wochen!

Was hat sicher verändert?

Die Darstellung der Suchergebnisse auf Desktop-Computern wurde der auf mobilen Geräten wie Tablets und Smartphones angeglichen. Dieser Schritt war absehbar, denn in den letzten Monaten wurden immer wieder Tests in den USA und Indien beobachtet. Statt wie bisher bis zu 3 Textanzeigen über und bis zu 8 Textanzeigen rechts neben den organischen Ergebnissen wurden die Anzeigen in der rechten Spalte nun komplett gestrichen. Nur bebilderte Produktanzeigen (Product Listing Ads) bleiben wie gehabt im oberen rechten Bereich eingeblendet. Für Suchanfragen mit hohem Suchvolumen werden nun 4 Textanzeigen auf den Top-Positionen oberhalb der organischen Ergebnisse dargestellt. Weitere 3 Textanzeigen erscheinen unterhalb der organischen Ergebnisse.

Was bedeutet das für eure AdWords Kampagnen?

Es wird einige Tage bis Wochen brauchen, um die Auswirkungen genauer einschätzen zu können. Durch die Verknappung an Werbefläche gehen wir aktuell davon aus, dass die Kosten pro Klick im Durchschnitt steigen werden, da die gleiche Anzahl an Wettbewerbern um weniger Anzeigenpositionen konkurrieren. Insbesondere bei Suchbegriffen mit hohem Suchvolumen sollten die Klickraten auf den oberen Positionen jedoch zunehmen, was möglicherweise einen positiven Effekt auf die Qualitätsfaktoren und somit indirekt auch auf die Kosten pro Klick haben könnte – jedoch bleibt abzuwarten, wie sich dies im Wettbewerbsdurchschnitt verhält.

Welche Auswirkungen haben die Änderungen auf den organischen Traffic?

Auch hier ist es noch zu früh, um klare Aussagen zu treffen. Durch die Aufstockung der oberen Anzeigenpositionen rutschen die organischen Ergebnisse jedoch weiter nach unten, was zu einer Verschlechterung der organischen Klickraten führen dürfte. Wir erwarten daher eine Abnahme an organischem Traffic bei Top-Rankings für Suchbegriffe mit hohem Suchvolumen. Entschieden sich bislang geschätzte 10-30% der Nutzer in den Suchergebnissen für AdWords Anzeigen, wird dieser Anteil wohl weiter zunehmen.

Was könnt ihr aktuell tun?

Da die AdWords Anzeigenpositionen 5 bis 7 nun vollständig unter die organischen Ergebnisse gerutscht sind, dürften die Klickraten auf diesen Positionen deutlich fallen. Sofern eure Kampagnen rentabel sind, empfehlen wir euch daher vorerst:

  1. Saubere Segmentierung eurer Keywords in thematisch passende Anzeigengruppen mit abgestimmten Anzeigentexten
  2. Ausbau der Anzeigenerweiterungen, um den Anzeigenrang positiv zu beeinflussen (Standorterweiterungen, Anruferweiterungen, Sitelinks inkl. Beschreibungstexten, Erweiterungen mit Zusatzinformationen und ggfs. Snippet-Erweiterungen)
  3. Optimierung eurer Anzeigenposition auf durchschnittlich 3,2 mit ggfs. nötigen Anpassungen der Gebote

Einen sehr hilfreichen Artikel zur Optimierung von Textanzeigentexten hat meine Kollegin Stefanie verfasst.

Wie geht es weiter?

Google geht in der Absicht, sein Angebot zu monetarisieren, den nächsten Schritt – und weitere Anpassungen stehen bereits vor der Tür.

Im Herbst 2015 schrieb Ryan Stewart auf moz.com von bezahlten lokalen Suchergebnisse (Paid local listings) in San Francisco, die – sollten sie eingeführt werden – starke Auswirkungen für lokale Unternehmen haben werden.

Bezahlte lokale Suchergebnisse für Klempner in San Francisco.

Bezahlte lokale Suchergebnisse für Klempner in San Francisco.

Ab Mai 2016 wird die GTIN-Nummer für beworbene Produkte in Google Shopping verpflichtend, womit Google die Grundlage für die Vereinheitlichung von Produktanzeigen in der Produktsuche legt. Dies wird neue Möglichkeiten der Darstellung in den Suchergebnissen auf Desktop und Mobilgeräten bieten.

Einheitliche Produktfotos für Google Shopping.

Einheitliche Produktfotos für Google Shopping.

 

Fazit

Es zeichnet sich ab: die Luft an der Spitze wird dünner. In den meisten Branchen wird es nötig werden, höhere Budgets für die Google AdWords-Werbung im Suchnetzwerk einzuplanen. Umso wichtiger ist es, den teuer eingekauften Traffic möglichst effektiv zu einer Kaufentscheidung oder Kontaktanfrage zu führen. An einer ganzheitlichen Strategie, die mobile Geräte und eine Conversion Rate-Optimierung berücksichtig, führt kein Weg mehr vorbei.

Zusätzlich empfehlen wir den Blick über den Tellerrand. Ob E-Commerce, bundesweiter Dienstleister oder lokales Unternehmen: Google AdWords bietet neben der klassischen Suche mit dem Google Display-Netzwerk, Google Shopping und AdWords für Video (Youtube) mächtige Ergänzungen, um eure Zielgruppe effektiv zu erreichen. Die Kosten pro Klick sind teils deutlich günstiger, als in der hart umkämpften Google-Suche.

Unser Fazit lautet daher: Diversifiziert eure AdWords Werbung und begebt euch dahin, wo euer Wettbewerb noch nicht ist.

Ihr sucht Unterstützung bei der Optimierung eurer Google AdWords-Kampagnen? Wir beraten euch gerne und freuen uns auf eure Anfrage.

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Über den Autor

Adrian
Adrian ist seit Anfang 2013 bei der Online Marketing Solutions AG. Er bringt langjährige Erfahrung in den Bereichen Webdesign, Webentwicklung und -analyse mit. Als Google AdWords Professional betreut er KMU- und Key Account-Kunden. Seit Januar 2015 verantwort Adrian als Teamleiter SEA den Ausbau des stark wachsenden Sektors Search Enginge Advertising (SEA) im Unternehmen.

Hinterlasse einen Kommentar

  • Sascha 25.02.2016, 13:59 Uhr

    Hi Adrian,
    vielen Dank für die Einschätzung zu einer Möglichen Entwicklung der Klickpreise und Qualitätsfaktoren.
    Mich würde wirklich brennend interessieren, ob deine Annahmen so eintreffen.Ich würde mich sehr über eine Auswertung mit konkreten Zahlen freuen. Das wäre super.
    Schöne Grüße
    Sascha

    • Adrian 07.03.2016, 12:26 Uhr

      Hallo Sascha,

      gerne – in den kommenden Tagen werden wir hier im Blog ein Update mit ersten Auswertungen zu dem Thema veröffentlichen und schauen, inwiefern sich diese mit unseren Annahmen decken oder nicht.

      Viele Grüße,
      Adrian