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Wie Journalisten und SEOs voneinander profitieren

Sandra Liebich, Produktmanagerin für OTS bei news akutell, referierte Anfang März 2014 in der Frankfurt School of Finance & Management zum Thema „Recherche 2014“ und gab damit Einblick in die Recherchegewohnheiten und –wünsche von Journalisten. Was wünschen sich Journalisten? Und was können wir aus SEO-Perspektive daraus lernen? Wir beleuchten beide Seiten des Schreibtisches.

Mehr Information mobil bereitstellen

PR-Recherche SmartphoneÜber 2.200 Redakteure haben bundesweit an der von Frau Lieblich vorgestellten Befragung teilgenommen. Kernfragen der Studie waren folgende:

  • Welches PR-Material wünschen sich Redakteure?
  • Auf welche Quellen greifen sie bei ihrer Recherche zurück?
  • Welchen Stellenwert nehmen mobile Endgeräte in diesem Zusammenhang ein?

Die letzte Frage sei direkt beantwortet: Über 40 Prozent aller befragten Journalisten gaben an, täglich über Smartphone und Tablet zu recherchieren. Informationen sollten daher dort bereitgestellt werden.

Journalisten: auch im Netz wichtige Meinungsmacher

Welche Anwendungen nutzen Journalisten zu Recherche-Zwecken auf ihren mobilen Endgeräten? Die nachstehende Grafik verdeutlicht, dass nach E-Mails die Nutzung von mobilen Browsern unter den Journalisten auf Platz 2 der Beliebtheitsskala liegt.

PR-Recherche Grafik 1 sshot

Hier sollten alle SEO-Leuchten zu blicken anfangen! Mobile Browser? Was ist der beliebteste Browser-Einstieg? Eine Suchmaschine! Das bedeutet, dass auch Suchmaschinenoptimierung hier greifen muss.

Suchmaschinen auf Platz 1!

Super Nachricht für SEOs: Knapp 95 Prozent der Journalisten nutzen Suchmaschinen als Recherche-Quelle. Über ihre Suche im Internet gelangen Journalisten auf Unternehmenswebsites sowie in Presseportale und soziale Netzwerke. Deswegen sollten auch auf diesen Kanälen relevante Informationen zu finden sein. Unter den Social Networks ist Facebook besonders beliebt. Der anhaltende Trend der steigenden Anzahl an Smartphone-Nutzern trägt sicher seinen Teil dazu bei, dass mehr als ein Drittel der Befragten angab, sich dort über relevante Neuigkeiten zu informieren.

Aufmerksamkeit gleich Engagement?

Wenn Neuigkeiten im Internet publiziert werden, ist noch lange nicht garantiert, dass diese von Pressevertretern auch gefunden und vor allem weiterverbreitet werden. Dieser Schritt ist aber relevant, um möglichst viele weitere Menschen zu erreichen. Denn so können Unternehmen die Reichweite der Presseveröffentlichungen nutzen, um Menschen auf sich aufmerksam zu machen, die sonst vielleicht nicht von ihnen erfahren hätten.

Welchen Beitrag SEO dazu leistet? SEO-Agenturen wollen Unternehmen im Web möglichst schnell und einfach auffindbar machen. Das kann einerseits dadurch gelingen, entsprechende Informationen – zum Beispiel optimierte Pressemitteilungen – möglichst weit oben in den Suchergebnissen zu platzieren.

PR-Recherche Grafik 2

Andererseits geht es darum, sich noch zusätzlich durch authentische Fremdquellen „platzieren zu lassen“, wie die vorangegangen Grafik zeigt. Hier kommen Journalisten als wichtige Meinungsmacher mit großem Einfluss aufs Agenda Setting ins Spiel. In Suchmaschinen werden Journalisten auf Content aufmerksam.

Stoßen Themen dort auf ihr Interesse, können Unternehmen als SEO-Kunden auf zweifache Weise profitieren:

1. Der Journalist erkennt im Beitrag einen relevanten Nachrichtenwert und verfasst daraus eine Pressemitteilung – meistens sogar mit Quellen-Verweis per Link auf die Homepage o.ä.

2. Durch die mediale Reichweite der News im Netz oder auch in Print werden Leser darauf aufmerksam. Redaktionelle Beiträge könnten dabei als besonders vertrauenswürdig von Lesern empfunden werden, da diese nicht an der Außendarstellung des Unternehmens interessiert sind, sondern am Mehrwert für Leser. So erhöht sich die Chance, dass aus den Lesern Besucher der Website werden und den Service des Unternehmens sogar selbst noch in Form von Links und Erwähnungen in sozialen Netzwerken (Social Shares) weitertragen.

Zwischenfazit: SEOs sollten mit den Recherchegewohnheiten von Journalisten vertraut sein. Inhalte können so gezielt im Blickfeld von Redakteuren platziert werden, damit diese sie verwerten und weiterverbreiten.

SEO: Einen Schritt voraus denken

PR-Recherche Media-ReichweiteWie aber können Agenturen das Interesse von Journalisten wecken? Um Besucher auf ihre Seite zu ziehen, stellen sich Verlage auf Veränderung im Konsumverhalten von Internetnutzern ein. Denn über Klicks auf Werbeanzeigen auf ihrer Website verdienen sie Geld. Dementsprechend suchen sich nach Input, der auch die Nutzer interessiert und zur Verbreitung animiert.

Für SEO bedeutet das, sich nicht nur auf die präferierten Recherche-Quellen von Journalisten einzustellen, sondern gleichzeitig im Blick zu behalten, welche Zielgruppe Redakteure letztlich ansprechen möchten – und auf welche Weise. Einerseits geht es also darum, Journalisten über die richtigen Kanäle zu erreichen und andererseits, textbegleitende Medien bereitzustellen, die Redakteure im Sinne Ihrer Leser als Mehrwert empfinden.

Aufmerksamkeitsspanne sinkt: Mutlimedia-Formate beliebt

Multimedia-Formate sind zum Beispiel inzwischen sehr beliebt – auf Nutzer- und somit auch auf „Hersteller“-Seite. Die Aufmerksamkeitsspanne der Menschen ist gesunken. Wer im Internet die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken möchte, hat daher mit multimedialen Inhalte die besseren Karten. Bei Facebook erzeugt Bildmaterial sogar fünf Mal mehr Bereitschaft für aktives Engagement, z.B. liken, teilen und kommentieren.

PR-Recherche FotografEbenso sinkt die Aufmerksamkeitsspanne der Redakteure. Auch sie bevorzugen dementsprechend Bild- und Videomaterialien als Ergänzung zu Textquellen, um einen möglichst geringen Recherche-Aufwand zu betreiben und Leser schnell und anschaulich zu informieren. In den Suchergebnissen ziehen Videos und Bilder zudem mehr Aufmerksamkeit auf sich als reine Textbeiträge. Entsprechend der Keywords, über die zu einem Thema am häufigsten Suchanfragen gestartet werden, sollten alle bereitgestellten Medien sinnvoll verschlagwortet werden.

Vier von fünf Journalisten wünschen sich beispielsweise Pressemitteilungen mit Bildern. Über 80 Prozent der befragten Journalisten halten dies laut der Studie von news aktuell für wichtig oder sogar sehr wichtig. Die Konsequenz: Pressemitteilungen mit visuellem Material erhalten doppelt so viele Klicks. Folglich sollten aussagekräftige Bilder bereitgestellt werden, die Journalisten unmittelbar ins Auge fallen und dazu anregen, die Mitteilung samt Bildmaterial für eigene Texte zu verwerten.

Multimedia – Multi-Channel – Mobile

Multimedia, Multi-Channel, Mobile: Das sind also die drei Stichworte, die sowohl für Suchmaschinen-Optimierer als auch Journalisten 2014 weiterhin und mit noch größerem Fokus von Interesse sind. Recherche-Gewohnheiten von Journalisten und die Konsumenten-Präferenzen verändern sich, ebenso wie die Anforderungen und Qualitätsstandards von Suchmaschinen. Es bleibt also spannend, weiterzuverfolgen, wie Journalismus und SEO auch in Zukunft voneinander profitieren können.

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Über den Autor

Annika
Annika ist Redakteurin für die interne und externe Unternehmenskommunikation der OMSAG. Im Januar 2014 begann sie als Trainee für Public Relations. Seit Anfang 2016 ist sie als “Referentin Unternehmenskommunikation“ für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Sie schreibt gerne über Neuigkeiten aus dem Unternehmen, Events und weitere Themen rund um Online-Marketing.

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