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Online-Redakteurin aus dem OMSAG IPR-Team im Gespräch

Heute stellen wir Euch unsere Online-Redakteurin Katrin vor. Wie ihr täglicher Job bei uns in der IPR-Redaktion aussieht, wie sie ihr Berufsbild in Zukunft einschätzt und welche Potentiale die Online-Kommunikation ihrer Meinung nach für Unternehmen birgt erzählt sie Euch am besten selbst!

Für das Berufsbild Online-Redakteurin gibt es verschiedenste Ausbildungswege – vom sehr spezifischen Online-Redaktion-Studium, bis zum Quereinstieg aus einer bestimmten Fachrichtung ist vieles möglich. Wie bist Du zu deiner jetzigen Position gekommen?

Nach meinem Studium und einem Redaktionspraktikum habe ich zunächst einige Jahre als SEO-Texterin für die OMSAG gearbeitet und das Presseteam nur gelegentlich unterstützt. Als dort eine Stelle zu besetzen war, wurde ich gefragt, ob ich wechseln will – und hab nicht lange gezögert.

„Rechercheass mit guter Allgemeinbildung“, so lässt sich meist sehr knapp ein Anforderungsprofil für Online-Redakteure zusammenfassen, doch welche Fähigkeiten sollte ein(e) Online-Redakteur(in) deiner persönlichen Erfahrung nach noch mitbringen?

Einmal abgesehen von Spaß am Schreiben und sicherer Rechtschreibung sollten Online-Redakteure ein gutes Sprachgefühl besitzen und selbstständig arbeiten können. Hilfreich sind außerdem Kreativität und Neugier, denn man muss sich – gerade im Agenturgeschäft – ständig in neue Themen einarbeiten. Und auch die Online-Welt ist stets im Wandel, sodass man im Bereich Online Marketing und Social Media permanent mit neuen Entwicklungen konfrontiert ist und am Ball bleiben muss.

Wie sehen bei dir typische Aufgabengebiete im Arbeitsalltag aus? Für welche Plattform schreibst du am liebsten und warum?

Als Agentur-Team betreuen wir Kunden aus unterschiedlichen Branchen auf verschiedenen Kanälen. Vom eigens angelegten Corporate Blog über klassische Pressemitteilungen bis hin zu Social-Media-Kanälen wie Facebook, Twitter, G+ und XING. Jedes Projekt beginnt mit einer Content-Strategie, die wir in enger Abstimmung mit unseren Kunden erarbeiten. Auf dieser Basis erstellen wir später Beiträge für die einzelnen Kanäle, richten diese neu ein und überwachen die dortigen Aktivitäten. Dabei beraten wir natürlich auch. Hinzu kommen die Erstellung von Leitfäden und Handlungsempfehlungen für unsere Kunden sowie unterstützende Tätigkeiten für unsere eigene Unternehmenskommunikation.

Besonders spannend finde ich die Planung und Durchführung von Kampagnen, beispielweise in Form von Gewinnspielen zur Reichweitensteigerung und Erhöhung der Markenbekanntheit. Auch Blogs haben ihren Reiz, denn sie bieten inhaltlich wie konzeptionell die größte Gestaltungsfreiheit.

Gibt es auch Lieblings-Themen?

Das Witzige ist, dass sich vermeintlich „langweilige“ Themen bei näherer Beschäftigung oft als interessanter herausstellen, als gedacht. So gelangt man dann doch ab und an zu neuen Erkenntnissen, die einem ohne „Berufszwang“ entgangen wären. Interessant ist vor allem die Abwechslung. Die Herausforderung liegt gerade darin, jedes Thema ansprechend zu vermitteln.

Wie managst Du deine täglichen Prozesse im Team Internet Public Relations? Gibt es regelmäßige Meetings oder andere Termine? Hast Du eine bestimmte Spezialisierung im Team?

Ein Mal pro Woche „meeten“ wir mit dem kompletten Key-Account, zu dem auch unser IPR-Team gehört. Dort werden aktuelle Entwicklungen – auch im SEO-Bereich – besprochen. Daneben haben wir noch ein eigenes Redaktionsmeeting, bei dem wir uns gegenseitig über unsere Projekte informieren, Brainstormings für Kampagnen veranstalten oder Best-Practices definieren.

Hast Du bestimmte Tools, mit denen Du häufig arbeitest? Möchtest Du eins besonders empfehlen, für Redakteure oder Unternehmer, die Texte fürs Web verfassen müssen?

  • Wer SEO-optimierte Texte verfasst, dem kann ich an dieser Stelle vor allem das Tool www.semager.de/keywords empfehlen. Es schlägt einem verwandte Wörter vor, mit denen man mehr Abwechslung im Lesefluss schafft und den Text auch für die Suchmaschine aufwertet.
  • In puncto „Mehrwert für den Leser“ ist sicher auch das „ BlaBlaMeter“ eine Empfehlung wert. Ein nicht ganz ernst gemeintes Tool, das den Anteil heißer Luft in einem Text schonungslos entlarvt.

Was ist deiner Meinung nach die größte Herausforderung für Unternehmen, die ihre Zielgruppe online erreichen möchten?

Ganz klar: Die Zielgruppe zu erkennen. Dazu muss man zunächst wissen, auf welchen Kanälen sie unterwegs ist und welche Interessen sie dort verfolgt. Zugleich ermittelt man damit die Rolle einzelner Kanäle im Marketing-Mix und findet das passende Sprachrohr. Je genauer die Erkenntnisse, umso besser lassen sich die Inhalte und Marketing-Aktivitäten auf die Zielgruppe zuschneiden und desto größer ist dann auch der Kampagnenerfolg.

Welche Art zu Schreiben kommt im Social Web am besten bei den Lesern an?

Allgemein sollten Web-Texte kurz, übersichtlich, informativ und verständlich sein. Rich-Media-Inhalte erzeugen zusätzlich Aufmerksamkeit. Was genau wo gut ankommt, richtet sich aber nach der Zielgruppe, dem Kanal und der Zielsetzung.

Es geht also um die Frage, wen man wo mit seinen Inhalten abholen will. Bei Fachpublikum im B2B-Geschäft wird man eher mit sachlichen Informationen punkten, bei Facebook-Fans im B2C-Bereich mit unterhaltsamen Beiträgen. Generell ist der Tonfall aber eher locker, was auch die gängige Ansprache mit „Du“ zeigt.

Blick in die Kristallkugel: Wie wird sich das Berufsbild des Online-Redakteurs weiterentwickeln und wie siehst Du deine Arbeit in 2 Jahren?

Schon heute ist das Berufsbild des Online-Redakteurs ja sehr umfangreich und reicht von klassischen Pressemitteilungen über die Betreuung verschiedener Social-Media-Kanäle bis zur Planung und Durchführung von Kampagnen. Dabei geht es längst nicht nur ums reine Texteschreiben, sondern auch um technische und administrative Aufgaben. Diese Entwicklung wird sich meiner Meinung nach noch verstärken, sodass der Online-Redakteur immer mehr zum Allrounder wird und sich die unterschiedlichen Bereiche wie SEO, IPR und Social Media noch weiter miteinander verzahnen.

Kurzes Brainstorming zum Abschluss: Ein Kunde möchte sein neuestes Produkt „Essknete“ in seinem Blog über Spielzeuge vorstellen. Welche Geschichte würdest Du über das Produkt erzählen?

Hinter der Vorstellung steht ja das Ziel, das Produkt zu verkaufen und dazu gilt es, die Eltern zu überzeugen. Die Frage wäre für mich also, was Eltern beim Spielzeugkauf besonders wichtig ist. Viele (Plastik-) Spielsachen enthalten beispielsweise gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe – Essknete hingegen nicht – sie kann schließlich sogar problemlos verzehrt werden. Mit der Essknete haben Eltern also eine Sorge weniger.

Besser fände ich allerdings eine Aktion. Der Kunde könnte die Leser beispielsweise anhand eingesandter Fotos über die schönste Knetskulptur zu einem vorgegebenen Motto abstimmen lassen. Frischer, einzigartiger Content, aktive Teilnahme, Werbung und – was will man mehr?

Vielen lieben Dank für das Gespräch! Wir sind sehr froh, eine ambitionierte Online-Redakteurin wie dich in unserem Team zu haben!