Webseitenrelaunch richtig gemacht

 Kategorie: SEO

Beim Relaunch einer Webseite kann man aus SEO-Sicht viel falsch machen. Die Problematik bei einem Relaunch liegt darin, die Positionen in den Suchmaschinen nicht zu gefährden. Auf die 2 größten Probleme und wie man sie umgeht möchten wir hier weiter eingehen.

Downtime

Im Zuge eines Relaunch ist eine Downtime oft unvermeidbar. Als Downtime bezeichnet man in diesem Fall die Zeit, wo weder der alte, noch der neue Webauftritt zu erreichen sind. Für Suchmaschinen kann dies zu einem Problem werden, wenn die Crawler gerade in dem Moment vorbeischauen, wo keine Inhalte vorhanden sind. Man sollte den Moment, in dem man den Umzug vollzieht, genau abpassen. In den Log-Dateien des Server oder aber mit Tools wie Google Analytics lässt sich nachvollziehen, zu welchen Uhrzeiten die Bots der Suchmaschinen und natürlich auch die Nutzer am häufigsten auf die Webseite zugreifen. In den meisten Fällen ist ein guter Zeitpunkt um den Umzug zu vollziehen irgendwann in der Nacht, da dort weder die Nutzer noch die Suchmaschinen häufig auf die Webseite zugreifen.

Platzierungen erhalten

Platzierungen bei Google, die man sich vorher hart erarbeitet hat, möchte man bei einem Relaunch natürlich nicht verlieren. Oft ändert sich bei einem Relaunch auch die URL-Struktur der Webseite, und spätestens dann ist es schwer, Platzierungen beizubehalten. Jedoch kann man Vorsorge treffen und den Suchmaschinen so gut wie möglich helfen, den Relaunch nachzuvollziehen.
Stellt man die URL-Struktur bei einem Relaunch um, so würde Google beim Besuch der URL, die gelistet ist, unter umständen einen 404-Fehler finden. Bei einem 404-Fehler wird die URL häufig aus dem Index herausgenommen – und schon ist die Platzierung weg.

Zum Beispiel:

Ich liste unter dem Suchbegriff „Katzenfutter“ bei Google mit der URL http://domain.tld/cat22/katzenfutter.php. Nach dem Relaunch lautet die URL zur Kategorie „Katzenfutter“ jedoch http://domain.tld/katzenfutter/. Google findet unter der gelisteten URL http://domain.tld/cat22/katzenfutter.php keine Inhalte mehr (404-Fehler) und die Platzierung ist (zumindest vorerst) weg.

Um dies zu vermeiden, kann man die alten URLs per 301-Weiterleitung auf die neuen URLs weiterleiten. Google weiß dann, die alte URL existiert nicht mehr (wurde permanent weitergeleitet), und besucht und bewertet die neue URL (auf die weitergeleitet wurde).

Um oben genanntes Beispiel weiterzuführen:

Vor dem Relaunch (diese Seite ist von Google indexiert!):
http://domain.tld/cat22/katzenfutter.php

Nach dem Relaunch (diese Seite soll indexiert werden!):
http://domain.tld/katzenfutter/

301-Weiterleitung (in diesem Fall per .htaccess):

[html]Redirect permanent /cat22/katzenfutter.php http://domain.tld/katzenfutter/[/html]

Eine 301-Weiterleitung lässt sich natürlich auch anders lösen – im Endeffekt spielt es für die Suchmaschine jedoch keine Rolle, wie man die Weiterleitung löst. Weitere Informationen zur 301-Weiterleitung findet man hier.

Google Webmaster-Tools

In den Google Webmaster-Tools empfiehlt es sich, nach dem Relaunch eine aktuelle XML-Sitemap zu hinterlegen. Damit kann man Google mitteilen, dass es neue URLs gibt, die gecrawlt werden sollen.
Zudem kann man über die Option „URL entfernen“ (unter „Website-Konfiguration“ -> „Crawler-Zugriff“) einzelne URLs aus dem Google Index entfernen lassen. Dies empfiehlt sich, wenn man – aus welchem Grund auch immer – für eine URL keine 301 Weiterleitung einrichten kann.

Geduld

Zu guter Letzt braucht man bei einem Relaunch manchmal auch Geduld. Google lässt sich nicht vorschreiben, wann welche URLs besucht werden sollen und wann welche URLs aus dem Index entfernt werden sollen. Sofern man aber die Weiterleitungen korrekt eingerichtet hat, wird Google die neuen Seiten indexieren und die Platzierungen werden schnell wiederhergestellt.
Nichtsdestotrotz sollte man mit einer Phase rechnen, in der man möglicherweise schlechter als vorher platziert ist.