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Tag der Erfinder: Vom Rad bis zum Internet

Viele revolutionäre Erfindungen haben das Leben der Menschen über die Jahrhunderte hinweg einfacher und bequemer gemacht. Heute am „Tag der Erfinder“ möchte ich einige Meilensteine unter diesen Erfindungen ins Rampenlicht stellen und diesen wie auch ihren Erfindern die Aufmerksamkeit schenken, die sie an so einem Tag verdienen.

Am Anfang war das Rad

Forscher entdeckten in Mittel- und Osteuropa Funde, die die Verwendung eines Wagenrades schon etwa im 4 Jahrhundert v. Chr. belegen. Das soll damit die erste Erfindung sein, über die ich kurz sprechen möchte – das Rad.

Etwas älter als das Wagenrad an sich ist aber die Verwendung des Rades als Hilfsmittel zur Keramikherstellung. Mit so einer drehbaren Schreibe sollen Indus schon im 5. Jahrhundert v. Chr. gearbeitet haben. Allerdings ist der genaue Ursprung des Rades weiterhin ungeklärt.

Was daraus geworden ist, sieht man heute allerdings an jeder Ecke: selbstfahrende Autos, Gehhilfen für ältere Menschen und Einkaufswagen am Supermarkt gegenüber. Das Rad in dieser Form ist heute also ein Sinnbild für Fortbewegung und Transport. Am Anfang war das Rad und am Ende das Apple iCar „Titan“?

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Wohl kaum – uns erwarten in Zukunft mit Sicherheit noch viele weitere, spannende Innovationen. Kommen wir nun zu einer Erfindung, die unsere Art und Weise, zu informieren und zu kommunizieren, revolutionierte.

Gutenbergs wahre Erfindung

Viele Jahrhunderte später, im 15. n. Chr. um genau zu sein, lebte ein Mann namens Johannes Gutenberg. Jetzt wissen viele, dass es um den Buchdruck geht. Aber nicht viele wissen, dass er diesen gar nicht erfunden hat. Denn bereits die Chinesen kannten Techniken um Bücher mit Drucktafeln zu vervielfältigen.

Das, was der Herr Gutenberg erfunden hat und was unsere Welt revolutionierte, war der Druck von Büchern mit beweglichen Bleilettern und seiner kleinen Druckerpresse. Lettern, das können Buchstaben, Satzzeichen, Zahlen und alle erdenklichen Zeichen sein. Und eben diese hatte Gutenberg selbst aus Blei gegossen und somit den Buchdruck erheblich vereinfacht.

Mit der Erfindung beweglicher Bleilettern revolutionierte Gutenberg den Buchdruck und den Informationsaustausch..

Der Buchdruck hat die Kommunikation bzw. Verbreitung von Informationen auf eine ganz neue Ebene gestellt. Natürlich wissen wir alle, dass es dabei längst nicht geblieben ist, aber dazu gleich mehr.

Bitte lächeln für das erste Foto

Im Jahr 1826 begann Joseph Nicéphore Niépce mit der Camera Obscura herumzuexperimentieren. Das Ergebnis war das älteste, heute noch vorhandene, Foto der Welt, das den Blick aus einem Zimmer des Gutshofes Le Gras zeigt.

Mithilfe der Camera Obscura, einer kleinen Zinnplatte sowie Lavendelöl und Naturasphalt konnte so nach rund acht Stunden Belichtungszeit das Foto geschaffen werden. Aufgrund der hohen Empfindlichkeit der Platte wird sie heute in einer sauerstofffreien Box ausschließlich im Harry Ransom Humanities Research Center der Universität in Austin ausgestellt. Denn chemische Reaktionen durch den Sauerstoff könnten dieses Stück Geschichte zerstören.

Plastik – Segen und Fluch

Was wäre die Welt, wie wir sie heute kennen, wenn es nicht Polyethylen gäbe oder auch: Plastik. (Selbstfahrende) Autos, Gehhilfen und Einkaufswagen gäbe es zumindest in der uns heutzutage bekannten Form nicht.

Und auch Computer-, Smartphone- und Tablet-Gehäuse bestehen aus oder enthalten sehr häufig Kunststoff, ebenso wie TV-Geräte, Radios und moderne Fotokameras (was wohl Niépce dazu gesagt hätte?). Kurzum: Nahezu überall in unserem Alltag bzw. Alltagsgegenständen begegnet uns Plastik.

Schon zu Zeiten Gutenbergs entwickelte Wolfgang Seidel durch wiederholendes Erhitzen und Reduzieren von Magerkäse eine Masse, die erst noch formbar und später dann durchsichtig und hart war. Aber 1907 entdeckte Leo Hendrik Baekeland den vollsynthetischen Kunststoff namens Phenolharz Bakelit. Dieser duroplastische Kunststoff besteht aus den beiden Stoffen Phenol und Formaldehyd und er findet heute vor allem in der Automobilbranche Verwendung.

Das Plastik, das viele Lebensmittel vor dem Verderben schützt, nennt sich Thermoplast. Der Unterschied zwischen den beiden besteht darin, dass Thermoplaste nicht völlig steif sind und auch durchaus wieder in einen flüssigen, formbaren Zustand gebracht werden können.

Trotzdem stellt Plastik aufgrund seiner hohen Widerstandsfähigkeit ein großes Problem für die Umwelt dar. Laut einer Studie der Meeresschutzorganisation Oceana werden schätzungsweise über 600 Tonnen Plastik jede Stunde ins Meer geworfen. Tiere könnten diese Plastikteile essen und verenden daran. Es baut sich vermutlich nur extrem langsam ab und selbst wenn, dann werden Unmengen an Giftstoffen freigesetzt. So viele Vorteile wie der durchsichtige Stoff doch hat, so viele Gefahren birgt er auch.

Ein digitales, „zweites“ Leben dank des Internets

Und die letzte Erfindung, die ich heute nennen möchte, ist gar nicht mehr wegzudenken. Dank ihr schreitet die Globalisierung voran, die Definition von Kommunikation musste neu entwickelt werden und die kleine Laura von nebenan hat nun eine Brief- äh E-Mail-Freundin in den USA, mit der sie spielend Englisch lernt. Die Rede ist vom Internet.

Die ersten Ansätze konnte die ARPA (Advanced Research Project Agency) auf die Beine stellen, indem sie einige amerikanische Forschungsinstitute miteinander verbinden konnten. Das Arpanet war geboren. Die dazugehörigen Kommunikationsregeln, das sogenannte TCP/IP, wurden 1981-83 vom US-Militär entwickelt und der Name „Internet“ löste nach und nach den Begriff „Arpanet“ ab. Dann 1989 erblickten die Programmiersprache HTML und die URL-Strukturen durch Tim Berners-Lee und das restliche Team der CERN das digitale Licht der Welt.

Von diesem Zeitpunkt an entwickelte sich das Internet rasend schnell weiter und wurde auch schnell für den häuslichen und beruflichen Gebrauch genutzt. Spätestens mit der Eröffnung von kommerziellen Plattformen wie eBay und Amazon war klar, dass das Internet für Höheres bestimmt sein würde.

Heute können wir im Internet die verpasste Folge unserer Lieblingsserie auf Abruf und auf jedem erdenklichen Gerät schauen. Wir können Lebensmittel und andere Artikel online bestellen und bräuchten theoretisch nicht mehr einkaufen gehen. Und wir Menschen können die Produkte, die wir herstellen, anderen Menschen auf der ganzen Welt präsentieren, für sie werben (z. B. mit Videos und schönen Bildern – Niépce sei Dank!) und sie schließlich verkaufen.

Ich bin gespannt, wohin uns die Reise führen wird. Vor allem, wenn man an Spiele wie „Second Life“ denkt, in denen man sogar schon ein zweites, eben ein digitales Leben führt.

Mein Fazit

Tag der Erfinder: Wenn aus Science Fiction Realität wirdDas war also mein kurzer Rückblick auf einige der tollsten Erfindungen der Menschheit. Aber wer weiß, welche Erfindungen und Entdeckungen uns noch alle erwarten. Der 3D-Drucker war bis vor kurzem ja auch noch Zukunftsmusik und Science Fiction, heute ist er Realität und steht in einigen Haushalten druckbereit.

Wie wäre es als nächstes mit Teleportern oder dem Erleben von „wahrer virtueller Realität“? Ich würde mich ja auf einen Schaufensterbummel durch ein virtuelles Kaufhaus mit Geschäften aus aller Welt freuen, ohne dabei einen Fuß vor die Haustür setzen zu müssen.

Über das Hilfsprojekt "Blogger Für Flüchtlinge"Beitragsbild_OMSAG-Blog_Weihnachten im E-Commerce