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Twitter – ist da auch für mich als Unternehmer was drin?

Beinahe täglich – so kommt es mir vor – werden Twitter-Posts diverser Prominenter zum News-Aufhänger schlechthin in den morgendlichen Frühstücks-Nachrichten oder nachmittäglichen Lifestyle-Magazinen im TV: Justin Bieber präsentierte auf Twitter erst kürzlich seine entblößte Kehrseite. Fußball-Stars wie Jerome Boateng, Ricardo da Silva Campos oder Mario Götze feiern aktuell feucht-fröhlich auf dem Oktoberfest, und teilen dies natürlich auch mit entsprechendem Foto-Beweismaterial ihren Twitter-Followern mit.

Aber es wird auf Twitter doch mehr zu entdecken geben als nackte Promi-Popos (und neuerdings auch Edward Snowden mit eigenem Account)? Klares Ja!

Twitter-Nutzer vielfältig interessiert

Die Bandbreite bei Twitter beschränkt sich erfreulicherweise nicht nur auf Klatsch-, Lifestyle- oder Boulevard-Themen bzw. User, die ausschließlich diese Themen interessieren. Natürlich machen auch diese Bereiche einen Teil des Erfolgs der Microblogging-Plattform aus – aber nicht ausschließlich.

Hier ein Screenshot aus einem Webinar der Twitter-Akademie (kann ich übrigens empfehlen für Twitter-Interessierte) von Mai 2015 zu den Top-Interessen deutscher Twitter-User: Neben Musik und Film gehören beispielsweise auch wissenschaftliche und technische Themen sowie Essen/Kochen zu den „Trending Interests“, um es im Twitter-Jargon zu sagen.

Die Interessensgebiete der Twitter-User sind also durchaus vielfältig. Gute Nachricht für Unternehmen, die sich bislang möglicherweise nicht bei Twitter gesehen haben, weil sie glaubten, ihre Branche sei dort nicht aktiv.

Erfolgschancen für KMU auf Twitter

„Schön und gut, aber dafür sind wir doch viel zu klein, wer sollte sich schon auf Twitter für uns interessieren?“ Auch KMU haben auf Twitter gute Chancen, umsatzfördernde Ziele erfolgreich zu verfolgen. Über 90 Prozent der deutschen Twitter-User geben beispielsweise an, bei einem KMU kaufen zu wollen, dass sie dort entdeckt haben.

Und noch besser: Diese User suchen auf Twitter aktiv nach kleinen und mittelständischen Unternehmen. Wenn sie dann beschließen, einem Account zu folgen, interagieren sie gerne mit dem Unternehmen, z. B. in Form von Retweets.

Twitter hat eine Befragung unter 500 deutschen Twitter-Nutzern durchgeführt. Die in diesem Jahr dazu veröffentlichte Studie liefert noch weitere Hinweise für das Erfolgspotenzial des Kurznachrichtendiensts für KMU.

„Einblicke für KMU-Kunden“

Laut der Studie „Einblicke für KMU-Kunden“ ist eine Twitter-Präsenz von KMU auch zu Image-Zwecken  förderlich; so geben fast drei Viertel deutscher Nutzer an, eine bessere Einstellung zu KMU zu haben, seit sie deren News verfolgen. Ein weiterer interessanter Aspekt: Über die Hälfte der Nutzer, die ein KMU auf Twitter entdecken und dem Account folgen, besuchen laut eigener Angabe auch die Website bzw. den Online-Shop des Unternehmens. Das Netzwerk schafft damit gute Verknüpfungswege zu anderen Unternehmenspräsenzen im Web.

Was gibt es noch Wissenswertes? Deutsche Twitter-User sind generell treue Marken-Follower, entfolgen Unternehmen nur selten und sind  neugierig und aufgeschlossen, z. B. gegenüber neuen Produkten. Als KMU könnt ihr euch zudem hierüber freuen: Habt ihr einen weiteren Follower, so habt ihr mit recht guter Wahrscheinlichkeit gleichzeitig einen neuen, fleißigen Supporter eurer Marke bzw. Produkte oder Dienstleistungen hinzugewonnen. Auf Twitter sind viele Influencer unterwegs, die entsprechend gut vernetzt sind und durch ihre Follower hohe Aufmerksamkeit erreichen. Wenn ihr es schafft, euch mit wichtigen Experten bzw. Meinungsmachern aus eurer Branche zu vernetzen und von ihnen z. B. retweetet zu werden, so profitiert auch ihr von deren Netzwerk und erhöht eure Reichweite und Bekanntheit.

Ihr glaubt aber, eure Zielgruppe ist bei Twitter gar nicht unterwegs?

Viele verschiedene Altersgruppen sind in dem Netzwerk vertreten, mit 22 Prozent zwar primär die 25- bis 34-Jährigen, doch auch jüngere und ältere Generationen sind dort zu finden. Insbesondere wenn man bedenkt, dass die Plattform monatlich weltweit über 300 Millionen aktive Nutzer verzeichnet sowie von über 10 Millionen Deutschen genutzt wird, ergeben sich daraus altersübergreifend beachtliche Nutzerahlen bzw. potenzielle Kunden-Zielgruppen.

Jetzt mal Tacheles: Was ist also drin für KMU?

Zeit, sich genauer anzuschauen, welche Vorteile ein Twitter-Kanal für KMU bieten kann:

  • Ihr könnt Kontakte zu Journalisten, Bloggern, Kooperationspartnern usw. aufbauen und so euer Netzwerk erweitern

Schließlich gehören nicht nur Kunden zu euren wichtigen Stakeholdern bzw. Zielgruppen. Außerdem ist Twitter aufgrund seiner Schnelligkeit bzw. kurzen Kommunikationswege speziell unter Journalisten ein sehr beliebtes Medium zu Recherchezwecken. Vernetzt euch dort mit lokalen und für eure Branche relevante Medien bzw. Journalisten und auch Bloggern. Dann habt ihr gute Chancen, wertvolle Kontakte aufzubauen, die z. B. bei Einführung eines neuen Produkts, einem bevorstehenden „Tag der offenen Tür“ o. ä. in Zukunft über euch berichten bzw. bloggen und twittern.

  • Nutzt das Potenzial, neue Zielgruppen zu entdecken

Wer folgt mir eigentlich? Euer Unternehmen hat bereits einen eigenen Twitter-Account und erste Follower? Dann schaut euch doch mal genauer an, was für Menschen sich für eure News interessieren. Möglicherweise habt ihr bestimmte Zielgruppen für euer Business noch gar nicht in Betracht gezogen. Viele eurer Follower werden vermutlich über ähnliche Themen wie ihr twittern. Daher könnt ihr in dem Zuge direkt checken, ob die Tweets eurer Follower für euch ebenfalls von Interesse sind und ihnen ggf. zurückfolgen.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, über Twitter-Werbeanzeigen User auf euren Kanal aufmerksam zu machen. Promoted Tweets zum Beispiel werden auch Nicht-Followern angezeigt, die ähnliche Merkmale wie eure bestehenden Follower aufweisen. Auch in Twitter-Feeds auf einigen externen Websites und Apps (z. B. in der Nachrichten-App Flipboard) werden die Ads  ausgespielt, so dass ihr damit außerhalb des Netzwerks ebenfalls Reichweite erzielen könnt.

  • Halte euch über die eigene Branche auf dem Laufenden

Ist eure Konkurrenz auf Twitter unterwegs? Hier lohnt sich gelegentlich ein Blick, worüber und wie die Wettbewerber twittern. Außerdem könnt ihr mit für eure Branche, Produkte oder Dienstleistungen passenden Hashtags checken, was die Community aktuell zum Thema interessiert, bewegt oder diskutiert.

  • Etabliert euch als Experte

Bislang haben sich nur wenige eurer Wettbewerber ins Twitter-Universum gewagt? Dann macht was draus! Seid die Ersten und etabliert euch dort als Experten auf eurem Gebiet, beantwortet die euch dort oder allgemein häufig gestellten Fragen. Verlinkt in den Tweets eure YouTube-Videos, in denen ihr z. B. kurze, gut verständliche Bedienungsanleitungen für eure Produkte liefert.

Das klingt so natürlich einfacher als es gerade am Anfang ist. Aber in erster Linie geht es mir an dieser Stelle um den Kerngedanken, dass Twitter für Unternehmen aus vielen verschiedenen Gründen lohnenswert ist, auch wenn die eigenen Benefits nicht immer auf den ersten Blick erkennbar sein mögen.

  • Twitter als Bestandteil eines umfassenden Marketing-Mix

Nicht nur eure Videos, sondern auch eure Website bzw. Blogbeiträge könnt ihr natürlich auf Twitter verlinken. Als Online-Shop-Betreiber macht es außerdem Sinn, auf neue Produkte oder Sonderangebote hinzuweisen (Twitter treibt übrigens aktuell auch die Verbreitung seines Kaufen-Buttons voran). Vernetzt somit alle Bestandteile eures Web-Auftritts! So legt ihr die Basis, um maximal davon zu profitieren und gebt ein authentisches Bild nach außen – Stichwort Image.

Mittels Google Analytics könnt ihr zudem prüfen, wie viele User über Twitter auf eure Website gelangen.

Gute Vorbereitung ist die halbe Miete – auch auf Twitter

Natürlich ist Twitter kein Wunder-Allheilmittel. Erfolge mit Twitter stellen sich kaum von heute auf morgen ein. Dafür ist ein (Lern-)Prozess sowie die Bereitschaft notwendig, sich mit den Eigenheiten der Microblogging-Plattform auseinanderzusetzen. Außerdem bedeutet Twitter Echtzeit-Kommunikation. Bevor ihr loslegt, solltet ihr ausreichend Zeit einplanen oder ggf. einen externen Dienstleister beauftragen – Twitter lässt sich nicht „so nebenher“ erledigen, zumindest nicht, wenn man Erfolge erzielen will.

Egal ob ihr mit eurem Unternehmen bereits einen eigenen Kanal habt oder nicht – einfach „drauflos-twittern“, ist im seltensten Fall eine gute Idee. Bevor ihr startet, solltet ihr euch vorab einige wichtige Fragen beantworten und unbedingt in einer Content-Strategie fixieren, beispielsweise: Wann postet ihr, wie oft postet ihr, welche Themen interessieren eure Zielgruppe und welche Eigenschaften macht eure Zielgruppe überhaupt aus? Welche Sprache trifft ihren Nerv, machen automatisierte Posts Sinn und vor allem: Was wollt ihr mit Twitter erreichen und mit welchen Mitteln bzw. welchem Ressourceneinsatz?

Erfahrt mehr und vernetzt euch

Ihr wollt erfahren, welche Chancen Twitter für euch bzw. euer Unternehmen bereithält? Hier findet ihr weitere Infos und könnt dort auch direkt zu uns Kontakt aufnehmen z. B. für eine persönliche Beratung zu Twitter-Marketing bzw. Social Media Marketing im Allgemeinen.

Außerdem freue ich mich natürlich, wenn ihr euch auf unserem Twitter-Kanal mit uns verbindet oder diesen Beitrag weiter-zwitschert, wenn er euch gefallen hat. Unseren Kanal werden wir euch übrigens zeitnah hier auf dem Blog näher vorstellen. Schaut also regelmäßig hier vorbei!

 

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