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Verbreitete SEO-Irrtümer #1: Keyword-Auswahl auf reiner Zahlenbasis

Es ist kein Geheimnis, dass sich die Suchmaschinenoptimierung in den vergangenen Jahren zu einer zentralen Marketing-Disziplin entwickelt hat. Vor allem die Erstellung hochwertigen Contents für Besucher einer Website trägt maßgeblich zum Erfolg oder Misserfolg der Optimierung bei. Wie aber sieht vielversprechender Content aus, der von Google mit guten Rankings belohnt und vom Leser geschätzt wird?

Was in diesem Zusammenhang vor zehn Jahren – im Hinblick auf das Suchmaschinenranking – noch gut funktioniert hat, kann heute unter Umständen das Gegenteil bewirken. Google hat sich stark gewandelt, aber nicht jeder SEO-Texter hat diese Entwicklung mit der nötigen Aufmerksamkeit verfolgt, weshalb noch immer einige Mythen zur suchmaschinenoptimierten Content-Erstellung kursieren. In meiner hiermit beginnenden Beitragsreihe möchte ich einige dieser Irrtümer entkräften. Das heutige Thema:

Suchvolumen und Wettbewerb als Faktoren der Keyword-Analyse

Natürlich ist nicht von der Hand zu weisen, dass strikt technische Aspekte und der analytische Umgang mit Zahlen in der Suchmaschinenoptimierung extrem wichtig sind. Allerdings kann sich eine zu starke Fokussierung auf diese Ebene negativ auswirken, wenn es um die Auswahl der Suchbegriffe geht, auf die man den eigenen Content optimieren möchte.

Keyword-Analyse zumThema Spielekonsolen

Ein (rein fiktives) Beispiel: Ein Unternehmen vertreibt aus zweiter Hand Unterhaltungselektronik, darunter auch Spielekonsolen. Bei der Keyword-Analyse rund um den gesamten Themenbereich stellt sich heraus, dass die Phrase spielekonsolen verkaufen relativ häufig von Nutzern eingegeben wird und es zu diesem Suchbegriff kaum starke Mitbewerber gibt. Also wäre es doch vielversprechend, eine Landingpage zu diesem Keyword zu erstellen, oder?

Die Intention des Suchenden verstehen und wertschätzen

Leider steht die Phrase inhaltlich im Gegensatz zum tatsächlichen Angebot des Unternehmens – dem Verkauf, nicht dem Ankauf von Konsolen. Nutzer, die nach spielekonsolen verkaufen suchen, möchten aber vermutlich gerade einen Ankäufer für ihr altes Gerät finden. Selbst wenn also das Unternehmen den Text mit Formulierungen wie Spielekonsolen verkaufen wir zu günstigen Preisen und Wenn wir Spielekonsolen verkaufen, profitieren Sie von […] füllt und damit gut rankt, wird wohl der Großteil der Besucher die Seite recht schnell und enttäuscht wieder verlassen.

Gut zu ranken, ist eben nur ein Teilziel der Content-Optimierung, das mehr Suchende auf die Seite führt. Den Nutzern hilfreiche Inhalte zu liefern und ihre Bedürfnisse zu befriedigen, ist jedoch ebenso wichtig, wenn nicht gar von größerer Bedeutung.

Inhaltliche Ausrichtung als strategischer Grundpfeiler

Wer eine effektive SEO-Strategie aufbauen möchte, sollte sich also bei der Planung der Keywords genau überlegen, ob ein anvisierter Suchbegriff auch die Wünsche der eigenen Zielgruppe widerspiegelt. Trifft das nicht zu, bringt es sicherlich mehr, auf einen alternativen Ausdruck zurückzugreifen, auch wenn dessen Suchvolumen etwas niedriger ausfällt. Denn nur so führt die Optimierung am Ende tatsächlich zu zufriedenen Kunden und damit zu geschäftlichem Erfolg.

In meinem nächsten Beitrag werde ich mich näher mit verbreiteten Fehlkonzeptionen beschäftigen, die den konkreten Einsatz von Keywords betreffen.

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