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OMSAG-Personaler Stefan im Interview: „Langweilig wird es nie“

Stefan ist als Personalreferent seit nunmehr einem Jahr bei der OMSAG der Hauptansprechpartner für alle Belange rund um Personalbeschaffung und das sogenannte „Humankapital“. Heute möchte ich ihn Euch etwas näher vorstellen, denn Stefan steht nicht nur für sich selbst, sondern auch für einen Teil der Unternehmenspolitik der OMSAG.

Hallo Stefan, schön dass Du dich für dieses Interview bereiterklärt hast. Möchtest Du dich kurz vorstellen und uns Deinen Weg zur OMSAG umreißen?
Nach meiner Ausbildung zum Bankkaufmann trieb mich mein Wissenshunger weiter und ich entschied mich zu einem Studium der Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten internationales Management und Finanzmärkte.

Doch während ich über Finanzthemen brütete, nahm die Finanzkrise ihren Lauf und mir wurde klar, dass viele Banken leider ordentlich Mist gebaut hatten. Ich erkannte, dass ich nicht mehr für dieses Finanzsystem arbeiten wollte und überlegte mir, welcher Beruf zu meinem Wesen und meinen Wünschen besser passen würde. Die Idee, im HR-Management zu arbeiten, war geboren. Also suchte ich passende Wahlpflichtscheine aus, um mir eine Qualifikation für diesen Bereich zu erarbeiten.

Während meiner Diplomarbeit zu aktuellen Personalthematiken wurde ich von Mario [anm. d. red. Großkundenleiter der OMSAG] darüber informiert, dass die OMSAG einen Personaler suchte. Ich bewarb mich, es passte und nun bin ich hier. Seitdem befasse ich mich mit Stellenausschreibungen, Mitarbeiterbeschaffung, Vertragswesen, bin Ansprechpartner für Mitarbeiter und Führungskräfte, führe Mitarbeitergespräche und vieles mehr.

Humankapital, Vertragswesen, Mitarbeiterbeschaffung – das sind Begriffe, die für den Nicht-Personaler sehr abstrakt klingen. Jetzt mal aus der Perspektive eines Mitarbeiters. Wann komme ich zu Dir? Bei welchen Fragen kannst Du mir am besten weiterhelfen?

Zunächst mal in eigener Sache, der Begriff Humankapital ist furchtbar, es handelt es sich hier um Menschen. Ich sage lieber Mitarbeiter. Der Begriff an sich bezieht sich zwar auf die Arbeitsleistung, die einen Wert hat. Aber wer auf der Straße weiß das schon, insofern denke ich sollte man diesen Begriff nur bedingt nutzen. Die Frage selbst ist nicht so ganz einfach zu beantworten, in vielen Fällen ist es auch aus der Situation heraus zu entscheiden, was nun bei mir und was eher beim direkten Vorgesetzten richtig ist.

Viele Fragen entstehen aus täglichen Situationen heraus: Fragen zum Thema Weiterbildung, zum Unternehmen, zu Problemen, die bestehen. Ich sage einfach mal, ich bin für euch alle und alle Themen offen, ich gehe nicht plaudern, wenn es vertraulich ist und gebe gerne Informationen, welcher Weg beschritten werden könnte oder welche Möglichkeiten es gibt.

Du bist nicht nur der Mann mit den knallfarbenen Polohemden und unser Freund und Helfer, sondern auch das erste freundliche Gesicht, das potentielle neue Kollegen von der OMSAG sehen. Siehst Du das als eine besondere Herausforderung?

Eine besondere Herausforderung ist es nicht. Als offener Mensch finde ich es sogar ziemlich einfach, zu transportieren, wofür wir stehen. Zum einen wären da unsere Mitarbeiter und die Arbeitsatmosphäre – hier sind alle offen und es herrscht eine gute Stimmung. Genau so gehe ich auch auf unsere Bewerber zu: offen und mit einem Lächeln. Wer ein Lächeln gibt, erhält auch meist eines zurück.

Zum anderen gibt es da noch fachliche Aspekte, die gleich im ersten Gespräch wichtig sind. Wir sind bereit, viel zu vermitteln und zu helfen, aber unsere Bewerber sollte schon eine gute Basis mitbringen. Wenn die Bewerbung für die angestrebte Stelle nicht passt, gucke ich jedoch immer, ob sie für eine andere Stelle bei uns in Frage kommt. So haben wir schon viele neue Mitarbeiter gewonnen und diese können dann ganz von der Pieke auf ihr Wissen im Online-Marketing aufbauen. Eine Win-Win-Situation also.

Welche Eigenschaften müssen Bewerber mitbringen, die gerne ein Teil des OMSAG-Teams werden möchten? Gibt es Abteilungen, die ganz spezielle Anforderungsprofile haben?

Zunächst einmal sollten sich Bewerber darauf einstellen, dass wir eine lockere Unternehmenskultur haben. Wir duzen uns und es herrscht ein freundschaftliches, weniger förmliches Arbeitsklima. Das ist sicherlich nicht jedermanns Sache, aber wir mögen es so. Wir legen Wert auf unser gutes Betriebsklima und fördern es so gut es geht. Unfreundlichkeit oder Egoismus sind bei uns fehl am Platz. Für mich ist bei Bewerbern deshalb vor allem eine Frage wichtig: Passt die Person in das Gesamtgefüge?

Natürlich hat jede Abteilung andere Anforderungen und auch jeder Teamleiter hat andere Ansprüche an die Mitarbeiter. Für die fachlichen Aspekte hat daher für mich am Ende immer der Teamleiter das letzte Wort. Für einen Online-Redakteur beispielsweise steht das Texten an erster Stelle und sollte beherrscht werden. Für einen SEO-Consultant ist es unabdingbar, dass er sich mit Suchmaschinenoptimierung auskennt und diese auch praktisch umsetzen kann. Sollte unklar sein, ob die Qualifikationen ausreichen, können sich Interessenten auch jederzeit auf dem telefonischen Weg [06196 / 7808200] mit mir in Verbindung setzen. So lässt sich recht schnell klären, ob die notwendigen Kenntnisse vorhanden sind. Eines sollten aber alle mitbringen: Spaß am Internet und ein gewisses Grundverständnis wie ebendieses „funktioniert“.

Welche Deiner Eigenschaften ist DIR in deinem Job besonders hilfreich?

Ich glaube, dass meine Offenheit ein ganz großer Vorteil ist, insbesondere da mein Job vor allem aus der Arbeit mit und für Menschen besteht.

Fast täglich melden sich bei Dir völlig unbekannte Menschen, erzählen dir ihre Lebensgeschichte, putzen sich heraus und wollen um jeden Preis einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Das ist im „normalen Leben“ recht ungewöhnlich. Da hast Du sicher schon so einiges erlebt. Was war denn Dein witzigstes oder prägnantestes Erlebnis bei einem Bewerbungsgespräch?

Am meisten prägen sich Situationen ein, in denen Bewerber unvorhersehbare Antworten geben. Eine Bewerberin antwortete auf die Frage einer Führungskraft, ob sie denn noch Fragen hätte, mit „Nein, Sie?“. Wir waren erst mal ein wenig baff, mussten jedoch dann beide lachen. Diese Direktheit und das Selbstbewusstsein haben mich beeindruckt. Sicherlich hätte die Antwort in die Hose gehen können… Ich verrate nur so viel: Sie arbeitet heute für uns. Langweilig wird mir in diesem Beruf nicht

Was wäre Deiner Meinung nach ein absolutes Bewerber-No-Go, bei dem Du nicht so locker reagieren würdest?

Das ist ein ganz schwieriges Thema. In der Regel versuche ich immer (so gut das geht), jeden Menschen differenziert zu betrachten. Es gibt jedoch zwei Dinge, die ich richtig furchtbar finde:

1. (Unordentlich) handgeschriebene Bewerbungsunterlagen, zusammengefaltet im schmalen Fensterbriefumschlag
2. Unfreundliche Bewerber und Arroganz

Wie schaffst Du Dir einen Ausgleich zur Arbeit?

Auch in meiner Freizeit bin ich gerne und viel mit Menschen zusammen. Das ist wohl mein wichtigster Ausgleich. Ich mache unwahrscheinlich gerne Musik und habe in der Vergangenheit diverse Partys mitorganisiert. Dieses Hobby war in den letzten Monaten etwas am Dahinsiechen, aber der Defibrillator ist schon geladen, die Wiederbelebung läuft. Und dann wären da ja auch noch meine PlayStation und mein PC…

Da waren viele neue, interessante Einblicke und witzige Anekdoten dabei – vielen Dank für das Interview!

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