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Die 10 wichtigsten Faktoren für starke Produktbeschreibungen

Wer offline shoppt, kann Produkte genau unter die Lupe nehmen. Beim E-Commerce fällt diese Möglichkeit weg, dennoch möchte auch online niemand die sprichwörtliche Katze im Sack kaufen. Wie kann man als Onlinehändler nun dafür sorgen, die Kaufbereitschaft potenzieller Kunden trotz fehlendem haptischem Erlebnis positiv zu beeinflussen? Zum Beispiel mittels guter Produktbeschreibungen. Was diese auszeichnet und wie Sie sie als Händler optimieren können, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Warum sind gute Produktbeschreibungen wichtig?

Produktinformationen spielen im Prozess des Onlinehandels eine wichtige Rolle. Sie beeinflussen einerseits die Entscheidungen der Kunden im Kaufprozess und andererseits das Ranking der angebotenen Produkte, Kategorien bzw. des gesamten Shops in Sales- und Marketingplattformen wie Google Shopping oder Idealo. Um als Händler im E-Commerce erfolgreich zu sein, sollten Sie Ihre Produktbeschreibungen prinzipiell so gestalten, dass sie sowohl die Bedürfnisse potenzieller Kunden als auch die Vorgaben der entsprechenden Plattformen erfüllen. Ist dies nicht der Fall, minimiert das die Chancen auf hohe Online-Verkaufszahlen.

Doch was genau macht eine gute Produktbeschreibung eigentlich aus? Wir geben Ihnen die zehn wichtigsten Faktoren bzw. Tipps an die Hand, die die Qualität der Informationen deutlich anheben.

1- Gut organisiert ist halb gewonnen

Eine gute Organisation ist – wie bei so vielen anderen Dingen –  auch bei der Erstellung von Produktinformationen das A und O. Legen Sie am besten bereits vorab fest, wer die entscheidenden Informationen für die Beschreibungen liefern kann und wo diese gesammelt werden sollen. Um das Management zu unterstützen und den Prozess der Erstellung durch Automatisierung zu optimieren, kann ein Product-Information-Management-System (PIM) besonders hilfreich sein.

2- Mit Unique Content punkten

Bieten Sie potenziellen Kunden mit Ihren Produktbeschreibungen einen Mehrwert und verfassen Sie einzigartige Inhalte, anstatt Informationen – z. B. direkt vom Hersteller – zu kopieren. So vermeiden Sie einerseits Duplicate Content, der sich im Google-Ranking negativ für Sie auswirkt. Andererseits setzen Sie sich gleichzeitig auch von Onlineriesen wie Amazon ab. Zusätzlicher Bonus: Da viele Onlineshops derzeit noch auf Produktbeschreibungen verzichten, sind Ihre Chancen besonders hoch, in diesem Bereich hervorzustechen und sich von Ihren Konkurrenten abzugrenzen.

3- Einheitliche Standards vereinfachen den Weg durch den Informationsdschungel

Eine einheitliche Aufmachung der Produktbeschreibungen ist übersichtlich und wirkt professionell. Sind Art, Umfang und Begrifflichkeiten konsistent, finden sich potenzielle Kunden besser zurecht und die Chancen auf einen erfolgreichen Kaufabschluss steigen. Legen Sie fest, welche gemeinsamen Eigenschaften Ihrer Produkte Sie beschreiben möchten, welche Maßeinheiten verwendet werden und in welchem Umfang Zusatzmaterialien, z. B. Fotos oder Videos, für die Präsentation bereitgestellt werden sollen.

Beispiel: Der Online-Optiker Mister Spex setzt auf einzigartige Produkttexte bei multimedialer Vielfalt. Durch die vielen Produktbilder, den einheitlichen Piktogrammen und der Option „Virtuell anprobieren“, wird die fehlende Beratung sowie echte Anprobe ersetzt und der Besuch bei misterspex.de zu einem echten Kundenerlebnis.

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Abbildung: Einzigartige Produktbeschreibungen mit multimedialen Inhalten auf misterspex.de

4- Ansprechender Sprachstil statt „0815“-Werbung

Eine gute Produktbeschreibung steht und fällt mit dem sprachlichen Stil, in dem sie verfasst ist. Eine zu häufige Nennung von Superlativen und leeren Floskeln erweckt beim Kunden schnell den Eindruck von langweiliger Werbung. Vermeiden Sie an dieser Stelle Begrifflichkeiten wie „Topqualität“, „bester“ oder „Premium-“ und betonen Sie im Text stattdessen, was Ihr Produkt tatsächlich ausmacht und von anderen unterscheidet. Damit umgehen Sie gleichzeitig die Gefahr, den Eindruck einer Spitzenstellung am Markt zu erwecken, die eventuell nicht gegeben ist. Werden Alleinstellungsmerkmale in den Produktinformationen genannt, müssen sie im Streitfall auch belegt werden können.

5- „Das Beste kommt zum Schluss“ ist nicht immer der beste Weg

Neben einer ansprechenden Sprache ist auch der Aufbau von enormer Bedeutung. Beschreibungen werden nicht immer komplett von Anfang bis Ende gelesen, sondern oftmals nur überflogen, um schnell die relevanten Informationen herauszufiltern. Damit diese in jedem Fall bei Ihren Interessenten ankommen und nachhaltig in Erinnerung bleiben, sollten sie an den richtigen Stellen zu finden sein, insbesondere am Anfang des Textkörpers und in der Überschrift.

Wir empfehlen:

  • Beginnen Sie mit Ihrem überzeugendsten Argument und enden Sie mit eher schwächeren Punkten.
  • Beschreiben Sie Ihr Produkt mit wenigen Worten so umfassend wie möglich.
  • Verwenden Sie Aufzählungen, um beispielsweise Vorteile auf einen Blick zu präsentieren. Bulletpoints in Form von Häkchen oder Punkten verleihen Struktur und ziehen die Aufmerksamkeit des Interessenten auf sich.
  • Halten Sie die Produktbeschreibung weder zu kurz noch zu lang – 100 bis 200 Wörter sind in der Regel ein guter Richtwert zur Orientierung.

6- Ordnung ist das halbe Leben

Niemand verbringt gerne viel Zeit damit, etwas zu suchen – vor allem nicht beim Einkaufen. Bieten Sie online viele unterschiedliche Produkte an, ist es daher immer eine gute Entscheidung, Produkttexte inhaltlich sinnvoll zu strukturieren und nach entsprechenden Kategorien, beispielsweise nach Produktart, zu ordnen. Ist der Aufbau der Beschreibungen innerhalb einer Kategorie stringent, befinden sich z. B. wesentliche Merkmale stets an der gleichen Stelle im Text, erleichtert das Ihren Interessenten die Recherche – sie finden sich besser zurecht.

7- Mit zielgruppenspezifischen Informationen mehr Kunden erreichen

Als Onlinehändler möchten Sie natürlich so viele Kunden wie möglich erreichen. Tatsächliche Kaufbereitschaft zu generieren, funktioniert allerdings am besten innerhalb der eigenen Zielgruppe. Um diese effektiv ansprechen zu können, müssen Sie sie natürlich genau kennen. Je nach Ausrichtung (B2B/B2C), Altersstruktur, Geschlecht etc. unterscheiden sich die Bedürfnisse und Anforderungen der Kunden an die Produktinformationen. Halten Sie Ihre Produkttexte deshalb nicht zu allgemein, sondern verpacken Sie hier diejenigen Informationen, die für Ihre Kunden wirklich von Bedeutung sind. Mit anderen Worten: Erkennen und thematisieren Sie den Mehrwert, den Ihr Produkt Ihrer Zielgruppe bietet.

8- Auffindbarkeit erhöhen mit Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Vor einem Kauf – ob online oder offline spielt hierbei keine Rolle – führt der erste Rechercheweg der Kunden heute meist ins Internet. Sollen Ihre Produkte gut über Google und Co. zu finden sein und auf den vorderen Rängen erscheinen, ist es wichtig, dass die Beschreibungen nicht nur vollständig sind und potenziellen Käufern einen Mehrwert bieten, sondern auch die richtigen Suchbegriffe enthalten. Wenn ein Kunde beispielsweise nach einer blauen Jacke sucht und er stattdessen rote Blusen findet, ist das wenig hilfreich.

Aber Vorsicht: Viel hilft nicht immer viel – eine reine Ansammlung an Keywords wird von Google eher negativ bewertet. Optimal ist ein verständlicher Text mit relevanten Suchbegriffen an den richtigen Stellen, z. B. in den Überschriften und vereinzelt im Textkörper.

Mit dem Keyword-Planer von Google recherchieren Sie passende Keywords rund um Ihr Produkt und sehen, wie häufig Ihre Zielgruppe danach sucht. Er ist ein Teil des Online-Marketing-Pakets auf Google Ads und kostenlos nutzbar. Zur Verwendung benötigen Sie einen Google Account, mit dem Sie sich bei Google Ads einloggen.

9- Kompetenz schafft Vertrauen

Damit aus einem Besucher ein Käufer wird, muss er von Ihrem Produkt und Ihrem Shop überzeugt sein. Hierfür ist ein gewisses Maß an Vertrauen Ihnen als Händler gegenüber vonnöten. Mit einer guten, professionellen Produktbeschreibung, die sämtliche relevanten Informationen enthält, können Sie genau das erreichen: Sie grenzen sich von Amazon und Co. ab und zeigen Kompetenz, da Sie sich offensichtlich mit den Produkten auskennen. Das wiederum schafft Vertrauen.

Zusätzlich können Sie auch sogenannte Trust-Elemente einbauen: z. B. Prüfsiegel, Kundenmeinungen, Testberichte oder verschiedene Bezahlmöglichkeiten. Gut sichtbar an der richtigen Stelle platziert, helfen diese Elemente ebenfalls dabei, Kundenvertrauen aufzubauen.

10- Vorsicht bei Kennzeichnungspflichten und rechtlichen Vorgaben

Achten Sie darauf, rechtliche Vorgaben und Kennzeichnungspflichten je nach Zielland und Produkt einzuhalten, beispielsweise in Bezug auf das Jugendschutzgesetz. Bei fehlenden oder falschen Angaben drohen Ihnen unangenehme Konsequenzen, z. B. Vertrauensverlust Ihrer Kunden und Umsatzeinbußen, Abmahnungen durch den Verbraucherschutz oder sogar Geldstrafen.

Unser Fazit: Mit guten Produktbeschreibungen zu mehr Kunden und Umsatz

Gute Produktbeschreibungen sind neben den Produktbildern die wichtigste Informationsquelle für Ihre Kunden. Um sich gegenüber der Konkurrenz zu differenzieren und die Performance Ihrer Onlinemarketing-Aktivitäten zu steigern, sollten Sie Ihre Produkttexte um Attribute anreichern, die einerseits die konkreten Bedürfnisse und Anforderungen Ihrer Zielgruppe in den Mittelpunkt stellen und andererseits überzeugende Verkaufsargumente gegenüber den Wettbewerbern liefern.

Möchten Sie Ihre Produktbeschreibungen optimieren und wünschen sich hierfür professionelle Unterstützung? Unsere Redakteure finden immer die richtigen Worte und stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite! Durch Erfahrung und fachliches Know-how erhalten Sie Produktbeschreibungen, die Ihre Produkte bestmöglich präsentieren.

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