Mobile Conversion Rate Optimierung Teil 2

 Kategorie: CRO, Usability

Vier weitere Tipps für mehr Erfolg

Die mobile Version einer Webseite weist oft eine deutlich niedrigere Conversion-Rate auf als die Desktop-Variante. Doch woran liegt das? Mit dieser Frage haben wir uns bereits im ersten Teil der Blogreihe „Mobile Conversion Rate Optimierung“ beschäftigt und Ihnen verschiedene Optimierungsansätze erläutert. Heute im zweiten Teil möchten wir Ihnen vier weitere Expertentipps vorstellen, die Ihnen dabei helfen sollen Ihre mobile Website benutzerfreundlich und conversionstark zu gestalten:

1.)   Fingerfreundliche Buttons

Finger sind keine Mauszeiger. Sehr frustrierend für Smartphone-Nutzer sind zu kleine Schaltflächen (zum Beispiel Buttons oder Links), die mit dem Daumen oder anderen Fingern nicht zielgenau angeklickt werden können. Deshalb sollte besonders auf die Größe der Touch-Elemente und auf deren Abstände geachtet werden. Die von Apple empfohlene Fläche für einen quadratischen Button beträgt mindestens 44 Pixel. Zu beachten ist auch, dass Mouse-Over-Funktionen, die in der Desktop-Ansicht beim Berühren mit der Maus passieren, in der mobilen Ansicht nicht funktionieren.

2.)   „Keep it simple“

Neue Besucher, die zum ersten Mal auf eine Website kommen, sollen auf dem ersten Blick erkennen können, worum es geht und was auf der Seite angeboten wird. Besonders wichtig ist daher der obere sichtbare Bereich (Above-The-Fold). Wenn ein Besucher eine Website aufruft, muss er sich zunächst im Layout zurechtfinden. Eine Sliderfunktion mit schnell wechselnden Bildern zieht den Fokus auf sich und könnte den Nutzer unnötig ablenken. Stattdessen könnte hier eine Teasergrafik mit einer griffigen Überschrift zum Einsatz kommen. Auch sollte man die Seiten so gestalten, dass sie den Nutzer anregen, weiter nach unten zu scrollen, damit keine wichtigen Inhalte verpasst werden.

3.)   Texte auf das Wesentliche reduzieren

Das Leseverhalten am Bildschirm ist sehr selektiv. Der Internetnutzer überfliegt die Texte lediglich, orientiert sich an Überschriften und Hervorhebungen und liest oft nur die Anfänge einzelner Absätze. Je kleiner das Display, desto schwieriger wird es, den Inhalt aufzunehmen. Es empfiehlt sich daher, Texte radikal zu kürzen. Oftmals können bestimmte Begriffe oder kürzere Textpassagen durch Icons ersetzt werden oder man verwendet Aufzählungen, damit die Texte nicht zu komplex wirken. Für die optimale Lesbarkeit empfiehlt sich eine Schriftgröße von 16px. Diese sollte aufgrund der variablen Displaygrößen mitskaliert werden. Auch auf den Schriftkontrast ist zu achten. Angesichts des kleinen Bildschirms und den unterschiedlichen Lichtbedingungen unterwegs, ist es besonders wichtig, dass Schrift und Hintergrund sich farblich gut voneinander abheben.

4.)   Navigation

Wichtige Schaltflächen und andere Interaktionselemente sollten dort positioniert werden, wo der User sie erwartet, damit die Bedienung intuitiv erfolgen kann. Aus Platzgründen werden im oberen Teil der mobilen Website gerne Symbole verwendet, die auf eine bestimmte Funktion hinweisen. Die drei Striche des sogenannten Burger-Menüs, die Lupe als Suchfunktion oder der Warenkorb, sind den Usern bereits bekannt.

Der Trend hin zu immer größeren Smartphone-Displays erschwert möglicherweise die Bedienbarkeit dieser Funktionen. Immer mehr Leute haben eine selbstklebende Fingerhalterung an die Rückseite ihres Smartphones angebracht, damit es mit dem Daumen bedient werden kann. Der obere Bereich der Website ist dadurch nicht mehr so leicht ansteuerbar. Daher könnte die Entwicklung der Smartphone-Navigation in Richtung „Button Sheet“ gehen, wo Navigationselemente im unteren Bereich des Screens platziert werden.

Angelerntes Verhalten muss nicht immer das praktischste sein – und dennoch wird es von den meisten Menschen anstandslos ausgeführt. Da sich die Smartphone-Nutzer daran gewöhnt haben, das Navigationsmenü im oberen Drittel des Displays zu finden, könnte zum jetzigen Zeitpunkt eine anderweitige Positionierung für Verwirrung sorgen. Wichtig ist dennoch, solche Trends im Auge zu behalten und sich die Anordnung und Strukturierung von Navigationselementen gut zu überlegen. Es empfiehlt sich, auch einen Blick auf die Analytics-Daten zu werfen, um festzustellen, welche der Seiten am meisten aufgerufen werden und aus diesem Grund eine hohe Priorität erhalten.

Fazit

Damit Ihre mobilen Nutzer im entscheidenden Moment nicht abspringen, sondern zum gewünschten Conversion-Ziel geführt werden, ist viel Fingerspitzengefühl nötig. Man muss verstehen, welche Ziele der mobile Nutzer verfolgt und welche Funktionen er auf dem mobilen Endgerät vorwiegend benutzt. Aber auch, welche Schritte bis zum Conversion-Ziel durchlaufen werden und welche Inhalte mehrheitlich relevant sind.

Gerne unterstützen wir Sie bei der Optimierung ihrer mobilen Conversion Rate und erstellen für Sie ein maßgeschneidertes Optimierungskonzept. Wir freuen uns von Ihnen zu hören.

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