{"id":12337,"date":"2015-09-07T10:52:08","date_gmt":"2015-09-07T08:52:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.omsag.de\/?p=12337"},"modified":"2019-02-15T13:13:09","modified_gmt":"2019-02-15T12:13:09","slug":"zuckerschock-in-der-grossen-pause-ein-werbeplakat-und-seine-moeglichen-folgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.omsag.de\/proxy\/online-marketing-blog\/e-commerce\/zuckerschock-in-der-grossen-pause-ein-werbeplakat-und-seine-moeglichen-folgen\/","title":{"rendered":"Zuckerschock in der gro\u00dfen Pause? Ein Werbeplakat und seine m\u00f6glichen Folgen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Beim Gang zur Arbeit ist bei uns seit wenigen Tagen ein Werbeplakat mit Milka und Oreo zu sehen, das zu einer mutma\u00dflich kontroversen Aussage inspiriert. Doch was hat es damit auf sich und wer steckt dahinter? Wir m\u00f6chten dir einen Einblick in die Gedankenwelt unseres Unternehmens gew\u00e4hren.<\/strong><\/p>\n<p>\u201eAlles f\u00fcr den Schulstart! Jetzt Schultasche packen!\u201c, verk\u00fcndet das Werbemotiv in riesigen Lettern. Dazu abgebildet sind aber nicht, wie man wohl erwarten w\u00fcrde, Stifte, Block und Hefte, sondern S\u00fc\u00dfwaren \u2013 und sonst nicht viel. Aufmerksam auf diese Plakatwerbung der Schokoladenhersteller Milka und Oreo (die beide unter dem Dach des Mondel\u0113z-Konzerns firmieren) wurden zuerst einige M\u00fctter und V\u00e4ter unserer Agentur. Einstimmig lehnten sie ab, was das Plakat ihrer Meinung nach als Botschaft vermittelte: Dass es eine gute Idee sei, die t\u00e4gliche Schultasche ihrer Kinder haupts\u00e4chlich \u2013 oder gar ausschlie\u00dflich \u2013 mit Schokotafeln- und -keksen zu bef\u00fcllen. Ein nicht nur in gesundheitlicher Sicht abwegiger Gedanke, wie auch die Nichtm\u00fctter und -v\u00e4ter der Agentur augenblicklich einsahen. Aufgekl\u00e4rte Eltern, die sich f\u00fcr ihre Kinder und deren Gesundheit verantwortlich f\u00fchlen, werden Schokolade ihrem Nachwuchs zwar g\u00f6nnen, aber selbige wohl kaum zum t\u00e4glichen Pausenbrot erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Doch dass das Plakat eine so unvern\u00fcnftige Botschaft an sie gerichtet haben k\u00f6nnte \u2013 war das nicht vielleicht nur die \u00dcberreaktion von naturgem\u00e4\u00df besorgten Eltern? Diese Frage begann alsbald weitere Kollegen \u2013 uns eingeschlossen \u2013 zu interessieren. Die beanstandete Plakatwerbung avancierte daher zu einem Mittagspausenausflugsziel und wurde (in der K\u00fcche) immer angeregter diskutiert. Auch gegoogelt wurde nat\u00fcrlich, und dabei stellte sich heraus, dass nicht nur wir auf das Motiv aufmerksam geworden waren. Rafael Bujotzek zum Beispiel fragte herausfordernd:<\/p>\n<div class=\"brlbs-cmpnt-container brlbs-cmpnt-content-blocker\" data-borlabs-cookie-content-blocker-id=\"default\" data-borlabs-cookie-content=\"PGJsb2NrcXVvdGUgY2xhc3M9InR3aXR0ZXItdHdlZXQiIGRhdGEtd2lkdGg9IjU1MCIgZGF0YS1kbnQ9InRydWUiPjxwIGxhbmc9ImRlIiBkaXI9Imx0ciI+V2FyZW4gZGllIExldXRlIHZvbiA8YSBocmVmPSJodHRwczovL3R3aXR0ZXIuY29tL2hhc2h0YWcvTWlsa2E\/c3JjPWhhc2gmYW1wO3JlZl9zcmM9dHdzcmMlNUV0ZnciPiNNaWxrYTwvYT4gbmllIGluIGRlciA8YSBocmVmPSJodHRwczovL3R3aXR0ZXIuY29tL2hhc2h0YWcvU2NodWxlP3NyYz1oYXNoJmFtcDtyZWZfc3JjPXR3c3JjJTVFdGZ3Ij4jU2NodWxlPC9hPiB1bmQgd2lzc2VuIGRlc2hhbGIgbmljaHQsIHdhcyBtYW4gZGEgYnJhdWNodD8gPGEgaHJlZj0iaHR0cHM6Ly90d2l0dGVyLmNvbS9oYXNodGFnL0ZldHRlS2luZGVyP3NyYz1oYXNoJmFtcDtyZWZfc3JjPXR3c3JjJTVFdGZ3Ij4jRmV0dGVLaW5kZXI8L2E+IDxhIGhyZWY9Imh0dHBzOi8vdHdpdHRlci5jb20vTURMWj9yZWZfc3JjPXR3c3JjJTVFdGZ3Ij5ATURMWjwvYT4gPGEgaHJlZj0iaHR0cHM6Ly90d2l0dGVyLmNvbS9oYXNodGFnL2ZhaWw\/c3JjPWhhc2gmYW1wO3JlZl9zcmM9dHdzcmMlNUV0ZnciPiNmYWlsPC9hPiA8YSBocmVmPSJodHRwOi8vdC5jby9kenpWOGlLRXNVIj5waWMudHdpdHRlci5jb20vZHp6VjhpS0VzVTwvYT48L3A+Jm1kYXNoOyBSYWZhZWwgQnVqb3R6ZWsgKEByYWZmaXN3ZWIpIDxhIGhyZWY9Imh0dHBzOi8vdHdpdHRlci5jb20vcmFmZmlzd2ViL3N0YXR1cy82MzIyNjQ5MjE5NTUzMzYxOTI\/cmVmX3NyYz10d3NyYyU1RXRmdyI+QXVndXN0IDE0LCAyMDE1PC9hPjwvYmxvY2txdW90ZT48c2NyaXB0IGFzeW5jIHNyYz0iaHR0cHM6Ly9wbGF0Zm9ybS50d2l0dGVyLmNvbS93aWRnZXRzLmpzIiBjaGFyc2V0PSJ1dGYtOCI+PC9zY3JpcHQ+\" >\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-preset-a\">\n<p class=\"brlbs-cmpnt-cb-description\">Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von <strong>Standard<\/strong>. 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Welche inhaltlichen und gestalterischen Aspekte des Plakats sind daf\u00fcr verantwortlich, dass seinen Empf\u00e4nger \u2013 vermutlich gegen den Willen seines Absenders \u2013 eine doch fragw\u00fcrdige Botschaft erreicht?<\/p>\n<h2>Gute Plakatwerbung (aus Sicht des Marketing)<\/h2>\n<p>Innovatives Marketing kann Verbraucher sogar dann ansprechen, wenn diese eigentlich au\u00dferhalb der anvisierten Produktzielgruppe liegen. Auch ein Nichtraucher konnte die fr\u00fchere Plakatwerbung von <em>Lucky Strike<\/em> unterhaltsam, witzig, ja sogar klug finden.<\/p>\n<p>Und eine k\u00fcrzlich lancierte Werbeaktion von <a href=\"https:\/\/www.mcdonalds.de\/home\" target=\"blank\">McDonald\u2019s<\/a> l\u00e4sst sich auch dann als kreative Idee w\u00fcrdigen, wenn man kein Fan des Fast-Food-Konzerns ist: Das Unternehmen sperrte im sommerhei\u00dfen Amsterdam 100 McFlurry-Becher in eine Stra\u00dfenvitrine. Solange sie geschlossen war, erf\u00fcllte die Vitrine praktisch die Funktion eines Werbeplakates f\u00fcr McDonald\u2019s. Als aber die Tagestemperatur auf 38,6 Grad kletterte, \u00f6ffnete sich die Vitrine automatisch und die am schnellsten zugreifenden Passanten durften sich \u00fcber ein Gratis-Eis aus der nahegelegenen McDonald\u2019s-Filiale freuen. Hier kommen viele aus Marketingsicht wichtige Faktoren zusammen: Saisonaler Bezug (wer in der Sommerhitze schwitzt, liebt Eis), k\u00fcnstliche Verknappung (nur die schnellsten kriegen\u2019s gratis), Originalit\u00e4t der Idee (was den Nebeneffekt des Weitererz\u00e4hlens und Social Sharings mit sich bringt).<\/p>\n<div class=\"brlbs-cmpnt-container brlbs-cmpnt-content-blocker\" data-borlabs-cookie-content-blocker-id=\"default\" data-borlabs-cookie-content=\"PGlmcmFtZSB3aWR0aD0iMTE0MCIgaGVpZ2h0PSI2NDEiIHNyYz0iaHR0cHM6Ly93d3cueW91dHViZS5jb20vZW1iZWQvVjA1WXRWVnRiVWc\/ZmVhdHVyZT1vZW1iZWQiIGZyYW1lYm9yZGVyPSIwIiBhbGxvdz0iYWNjZWxlcm9tZXRlcjsgYXV0b3BsYXk7IGVuY3J5cHRlZC1tZWRpYTsgZ3lyb3Njb3BlOyBwaWN0dXJlLWluLXBpY3R1cmUiIGFsbG93ZnVsbHNjcmVlbj48L2lmcmFtZT4=\" >\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-preset-a\">\n<p class=\"brlbs-cmpnt-cb-description\">Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von <strong>Standard<\/strong>. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. 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Ihre Umsetzung ist derart (gelungen), dass, um einen von Holger Jung und Jean-Remy von Matt popul\u00e4r gemachten Begriff aufzugreifen, Momentum erzeugt wird. Der Betrachter erlebt einen \u201eAha!\u201c-Effekt, weil er sich auf mehreren Ebenen angesprochen f\u00fchlt. Bei McDonald\u2019s wurde der Betrachter selbst Teil der Kampagne, die f\u00fcr ihn so zum pers\u00f6nlichen Erlebnis wurde.<\/p>\n<p>Im Falle der <em>Lucky-Strike<\/em>-Plakate war es der clevere, stets doppelb\u00f6dige und aktuelle Geschehnisse aufgreifende Humor, der f\u00fcr die Kampagne einnahm. Der Moment, in dem der Betrachter den Witz verstand, war der des Momentums als entfalteter Werbekraft: Die Botschaft wurde nicht mehr nur als schn\u00f6de Reklame betrachtet, sondern als Teil eines spannenden Diskurses, auf dessen Fortsetzung man bereits gespannt war. Dazu hatte die Plakatoptik h\u00f6chsten Wiedererkennungswert und die Tatsache, mit wie wenigen Ornamenten ihre Motive auskamen, sorgte oft f\u00fcr Erstaunen. All das leistete diese Plakatwerbung, ohne dabei das eigentliche Produkt aus den Augen zu verlieren; die Zigarettenpackung war stets der eigentliche Star der Kampagne. Da sie aber mit jedem neuen Motiv auch als Symbol f\u00fcr etwas anderes fungierte, r\u00fcckte die Assoziation Zigarette = Gefahr f\u00fcr die Gesundheit (zun\u00e4chst) in eine f\u00fcr das Produkt vorteilhafte Ferne.<\/p>\n<h2>Analyse des Mondelez-Plakats<\/h2>\n<p>Im Falle des hier analysierten Plakats von Mondel\u0113z verh\u00e4lt es sich sozusagen umgekehrt. Um diese Aussage verst\u00e4ndlich zu machen, gehen wir das Plakat nun en d\u00e9tail durch. Auf den ersten Blick mutet es ja harmlos an: Das auff\u00e4llig gestaltete Wort \u201eSchulstart!\u201c sticht ebenso ins Auge wie die darunter platzierten Packshots, und oberfl\u00e4chlich betrachtet liegt in dieser Verkn\u00fcpfung zun\u00e4chst kein Problem. Sie weckt, wie unsere M\u00fctter und V\u00e4ter einm\u00fctig best\u00e4tigten, den spontanen Eindruck, dass das Plakat sagen m\u00f6chte: Liebe Eltern, packt diese leckeren Milka- und Oreo-Produkte in die Schult\u00fcten eurer frischgebackenen Erstkl\u00e4sser! Jedoch ist es genau dieser erste Eindruck, der bei genauerer Betrachtung nicht ganz stimmig ist.<\/p>\n<p>Was wir betonen m\u00f6chten: Wir f\u00e4nden das Plakat von Mondel\u0113z sogar wesentlich \u201ebesser\u201c, wenn es diese Schult\u00fcten-Botschaft tats\u00e4chlich h\u00e4tte. Jedenfalls w\u00e4re es dann kaum der kritischen Rede wert. Jedes Kind freut sich \u00fcber eine prall gef\u00fcllte Schult\u00fcte, und S\u00fc\u00dfigkeiten geh\u00f6ren in diesem Fall \u2013 schlie\u00dflich gibt es etwas zu feiern \u2013 traditionell dazu. Kinder naschen gerne, und es w\u00e4re geradezu gemein, dieses Verlangen nicht wenigstens anl\u00e4sslich von Geburtstagen, Weihnachtsfesten oder eben Einschulungen zu stillen. Milka-Schokolade und Oreo-Kekse als einmaliges Geschenk im Rahmen des ersten Schulbesuchs, neben den ebenso \u00fcblichen Stiften, Bl\u00f6cken und Wasserfarben?<\/p>\n<p>F\u00fcr S\u00fc\u00dfwarenhersteller ein passables Anliegen. Jedoch: Von \u201eSchult\u00fcte\u201c ist auf dem Plakat nirgendwo die Rede. Eine Schult\u00fcte ist auch nirgendwo zu sehen. Stattdessen steht da \u201eSchultasche\u201c, und abgebildet ist ein wie mit Kreide skizzierter Schulrucksack. Dies galt unseren Agentur-M\u00fcttern und V\u00e4tern als erster Aufreger und in der Tat liegt hierin \u2013 und den zugeh\u00f6rigen Implikationen \u2013 ein inhaltlicher Missstand des Plakats. Sozusagen ein negatives Momentum, das den aufmerksamen Betrachter nun zu einer Reihe von Beobachtungen f\u00fchren mag, die das Plakat(-konzept) als Ganzes in ein fragw\u00fcrdiges Licht tauchen.<\/p>\n<p>Sehen wir noch einmal ganz genau hin. Auf dem Plakat steht \u201eAlles f\u00fcr den Schulstart! Jetzt Schultasche packen!\u201c Das Zahlwort \u201ealles\u201c muss sich, plakatimmanent gesehen, auf \u201ealles\u201c beziehen, was an Objekten zu sehen ist. Ausgenommen ist offensichtlich nur die separat benannte \u201eSchultasche\u201c, da laut Plakattext \u201ealles f\u00fcr den Schulstart\u201c in diese hineinzupacken sei. Was \u201ealles\u201c bleibt da \u00fcbrig? Genau: neben vier un\u00fcbersehbaren S\u00fc\u00dfwaren exakt ein(!) Bunt- oder Bleistift. Ein einsamer Stift, der angesichts seiner unauff\u00e4lligen Kreidezeichnung und bildkompositorischen Positionierung am linken Rand jedoch weder ins Auge noch sonderlich ins Gewicht f\u00e4llt. Das also w\u00e4re \u201ealles\u201c \u2013 \u201ealles f\u00fcr den Schulstart\u201c?<\/p>\n<p>Ganz abgesehen davon, dass mehr als ein Stift auch in der Smartphone-\u00c4ra zum Grundwerkzeug alles vern\u00fcnftigen (schulischen) Arbeitens geh\u00f6rt. Kein Pausenbrot? Keine Milch? Nicht einmal der \u00fcbliche Gewissensapfel? Wir sind sicher, nicht nur gesundheitsbewusste Eltern k\u00f6nnen diese Auffassung schwerlich abnicken. Und selbst das altbekannte Marketing-Credo <em>Keep it simple, stupid (KISS)<\/em> kann die Werbebotschaft \u201eEin Stift und jede Menge S\u00fc\u00dfes ist alles Wichtige f\u00fcr den Unterricht\u201c kaum entschuldigen.<\/p>\n<p>In diesem \u201ealles\u201c verbirgt sich aber noch mehr. Eine Menge Kalorien n\u00e4mlich. Z\u00e4hlen wir die offiziellen Energieangaben der vier abgebildeten und f\u00fcr die Schultasche gedachten Produkte doch einmal zusammen.<\/p>\n<ul>\n<li>87,5 Gramm Milkinis-Riegel: 512 kcal.<\/li>\n<li>100 Gramm Alpenmilch-Tafel: 530 kcal.<\/li>\n<li>200 Gramm ChocoMoo, bestehend aus 15 Keksk\u00fchen \u00e0 67 kcal: 1010 kcal.<\/li>\n<li>154 Gramm Oreo-Rolle enth\u00e4lt 14 Kekse \u00e0 52 kcal: 728kcal.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Insgesamt erhalten wir so etwa 2780 kcal. Nat\u00fcrlich sind wir keine Ern\u00e4hrungswissenschaftler, weshalb wir uns hier auf Oreos und Milkas Angaben verlassen m\u00fcssen. Doch 2780 Kilokalorien \u2013 das entspricht einer Energiezufuhr, die mehr als dem durchschnittlichen Tagesbedarf eines erwachsenen Mannes entspricht (ca. 2.500 kcal) und den eines Kindes m\u00fchelos \u00fcbersteigt.<\/p>\n<p>Nun sind Kalorien selbstverst\u00e4ndlich nicht alles, aber die N\u00e4hrwertangaben der abgebildeten Produkte sind aus gesundheitlicher Sicht ohnehin bedenklich. Nehmen wir als exemplarisches Beispiel den \u201eKlassiker\u201c, die 100-Gramm-Tafel Milka Alpenmilch: Auf diese 100 Gramm fallen den offiziellen Angaben nach alleine 58 Gramm Zucker und 29,5 Gramm Fett. Der an sich nicht ungesunde Kakao macht laut Milka mindestens 30 % der Tafel aus. Der Betrachter muss kein Gesundheitsexperte sein, um erkennen zu k\u00f6nnen: \u201egesund\u201c im medizinisch verstandenen Sinne sieht anders aus.<\/p>\n<p>Nochmals sei betont: Einem Kind zu bestimmten Gelegenheiten viele S\u00fc\u00dfigkeiten zu schenken, betrachten wir genauso wenig als Problem wie jede gestandene Gro\u00dfmutter. Ern\u00e4hrung, das ist ja auch die Mitteilung hinter jeder Ern\u00e4hrungspyramide, muss als Ganzes ausgewogen sein, und da haben S\u00fc\u00dfigkeiten durchaus ihren Platz \u2013 als kleine s\u00fc\u00dfe Belohnung, als Schmankerl, als genossener Augenblick der kulinarischen Unvernunft.<\/p>\n<p>Jedoch liegt in der Aufforderung \u201eJetzt Schultasche packen!\u201c eine weitere textliche Brisanz, die in die exakt entgegengesetzte Richtung zielt. Die Schultasche eines Sch\u00fclers ist dasjenige, was er an jedem Schultag mit sich tr\u00e4gt \u2013 eben im Unterschied zur Schult\u00fcte, die diesen ganz besonderen Moment im Leben eines Kindes markiert. <em>Ganz<\/em> genau genommen fordert das Plakat also dazu auf, alle abgebildeten Produkte jeden Tag aufs Neue \u201eJetzt [in die] Schultasche [zu] packen!\u201c W\u00f6rtlich ermuntern Milka und Oreo (oder m\u00fcssten wir Mondel\u0113z sagen?) die Empf\u00e4nger ihrer Kampagne also dazu, dem eigenen Kind jeden Tag S\u00fc\u00dfes im Wert von 2780 Kilokalorien mit zur Schule zu geben \u2013 plus nur einen Stift, da dies ja offenbar \u201ealles\u201c N\u00f6tige f\u00fcr den Schulstart und die Schule \u00fcberhaupt zu sein scheint.<\/p>\n<p>Eine \u00fcbertriebene Auslegung? Da das Plakat keinerlei Spur von Humor oder Selbstironie aufweist, erscheint sie uns leider angemessen. Das hei\u00dft, hier liegt ein Fall von Werbung vor, die trivialerweise \u00fcberhaupt keinen Hehl aus dem macht, was sie als Werbung will: den Konsumenten zum spontanen Kauf des beworbenen Produkts animieren. Ohne zus\u00e4tzlichen \u201eNutzen\u201c f\u00fcr den Rezipienten, ohne den Umweg \u00fcber dessen Begeisterung gehen zu wollen. Hierf\u00fcr spricht auch, dass das Thema \u201eSchulstart\u201c hervorgehoben und das Temporaladverb \u201ejetzt\u201c eingebettet wurde. Beides suggeriert eine (gar nicht existierende) zeitliche Begrenzung, eine Verknappung des Angebots und kann so zum Kaufaffekt f\u00fchren. So jedenfalls das Kalk\u00fcl, das sich unterstellen lie\u00dfe. Bedauerlicherweise steht in diesem Fall das Mittel zum Werbezweck in einer fragw\u00fcrdigen Botschaft ohne Netz und doppelten Sinn-Boden. Die Folge: Ihre eigene Unhaltbarkeit verbirgt die Botschaft \u2013 was die elterliche Entr\u00fcstung in unserer Agentur zeigt \u2013ungeschickt bis gar nicht. Abseits gesundheitlicher Fragen gilt, dass das ein gewissenhaft arbeitender Marketer eigentlich nicht zulassen sollte.<\/p>\n<p>Entscheidend aus Marketingsicht ist auch: Die \u00fcbertriebene Einseitigkeit h\u00e4tte vermieden werden k\u00f6nnen. Das h\u00e4tte die gebotene Angriffsfl\u00e4che bei gleichwertiger Werbebotschaft entscheidend reduziert. Nur ein paar Anregungen: Weshalb nicht einfach statt \u201ealles\u201c ein Wort wie \u201eBonus\u201c, denn als s\u00fc\u00dfes Extra f\u00fcr den Schulanfang ist Schokolade schlie\u00dflich stets willkommen? Oder warum nicht die Schokolade in ein anst\u00e4ndiges Sch\u00fclerset-Stillleben eingebettet, also dargestellt zwischen den schon genannten traditionellen Sch\u00fclerinsignien? Oder warum nicht eben ganz einfach die Schult\u00fcte? Summa summarum m\u00fcssen wir dem Plakat also ein Zeugnis mit der Gesamtnote \u201enicht ausreichend\u201c ausstellen: Es weist nicht zu leugnende inhaltliche Schw\u00e4chen auf. Das allein ist bereits nicht gerade schmeichelhaft f\u00fcr die Verantwortlichen \u2013 hinzu kommen aber, wie nur am Rande erw\u00e4hnt sei, weitere Schw\u00e4chen:<\/p>\n<ul>\n<li>a) Der Umstand, dass das <a href=\"https:\/\/www.milka.at\/produkte\/Milka%20Milkinis%20,-a-,%20mehr\/Milka%20Milkinis%20Milch?p=2178&amp;provider=%7bD193998A-4A6D-4EA5-BAA8-209357B27A09%7d&amp;categoryId=3510\" target=\"blank\">Design der Milkinis-Packung<\/a> (Stand 03.09.2015) nicht mit dem aktuellen Design auf der Website \u00fcbereinstimmt. Im worst case wird der Rezipient nun nach diesem Produkt Ausschau halten und verwirrt in den G\u00e4ngen umher wandern. Folgendes Bild zeigt das Problem:<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-12355 size-large\" src=\"https:\/\/www.omsag.de\/proxy\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Milkini-Vergleich-1024x616.png\" alt=\"Milkini Packshots Vergleich\" width=\"1024\" height=\"616\" \/><\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>b) Die Tatsache, dass das Milkinis-Produkt selbst mit Originalverpackung nicht in dem Ladengesch\u00e4ft verf\u00fcgbar ist, vor dem es mithilfe zweier Plakate beworben wurde, l\u00e4sst den Kunden am Ende fragend die Heimkehr antreten und hinterl\u00e4sst dabei einen faden Nachgeschmack.<\/li>\n<li>c) Im Grunde passen die W\u00f6rter \u201eSchulstart\u201c (als punktueller, einzigartiger Moment im Verlauf eines Schulstarts) und \u201eSchultasche\u201c (als Symbol f\u00fcr das sich \u00fcbers Jahr st\u00e4ndig wiederholende Zur-Schule-Gehen) semantisch nicht einmal zusammen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Angesichts dieser Schw\u00e4chen stellt das Plakat nicht zuletzt die Frage in den Raum: Worauf wollte man da hinaus? Und wer? Quo vadis, Mondel\u00e9z? Jedenfalls nicht in Richtung kluger Plakatwerbung und nicht in Richtung ausgewogener (Sch\u00fcler-)Ern\u00e4hrung. Gerade um letztere ist es derzeit sowieso nicht gut bestellt.<\/p>\n<h2>Wird unsere Generation Z immer dicker?<br \/>\nEin Blick in die Zahlen<\/h2>\n<p>In Deutschland sind etwa 15 % der Kinder zwischen drei und 17 Jahren, also der Generation Z zugeh\u00f6rig, <a href=\"http:\/\/www.gesundheitsforschung-bmbf.de\/de\/obst-oder-schokolade-wasser-oder-limo.php\" target=\"blank\">\u00fcbergewichtig<\/a><sup>1<\/sup>. Und sogar aus dieser Gruppe hat noch einmal ein Drittel einen BMI-Wert, bei dem man von Fettleibigkeit spricht. <a href=\"http:\/\/www.rki.de\/DE\/Content\/Gesundheitsmonitoring\/Studien\/Kiggs\/Basiserhebung\/GPA_Daten\/Adipositas.pdf?__blob=publicationFile\" target=\"blank\">Erschreckende Zahlen<\/a><sup>2<\/sup>, die man nicht ignorieren kann.<\/p>\n<p>Diesen gegen\u00fcber stehen laut statistischem Bundesamt 52 % der Erwachsenen, die an \u00dcbergewicht leiden. Insgesamt ist die Tendenz sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen steigend. Auch deshalb ist dieses Thema ein reinster Drahtseilakt. Vor allem im Marketing, das ja die Aufmerksamkeit sucht, sollte diese sensible Thematik richtig angepackt werden, um nicht vom Unwetter eines Shitstorms erwischt zu werden.<\/p>\n<p>Denn vor allem bei der Jugend der Generation Z oder besser gesagt <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/panorama\/wissen\/mensch\/uebergewichtige-kinder-generation-xxl-3074742.html\" target=\"blank\">Generation XXL<\/a><sup>4<\/sup> wird deutlich schneller Kritik ge\u00e4u\u00dfert. Sie sind unsere Zukunft. Unsere Absicherung. Wenn es unserer Jugend schlecht geht, f\u00e4llt dies automatisch irgendwann auf uns zur\u00fcck. Umso erschreckender ist die Tatsache, dass die Gesundheit unter Heranwachsenden immer schlimmere Zust\u00e4nde erreicht.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnde hierf\u00fcr lassen sich schnell finden: wenig Sport und schlechte Ern\u00e4hrung. Nat\u00fcrlich ist die Thematik etwas komplexer. Doch laut KiGGS-Studie<sup>5<\/sup>, in der 12- bis 17-j\u00e4hrige Heranwachsende befragt wurden, gaben 16 % der M\u00e4dchen und Jungen an, mindestens einmal am Tag Schokolade zu essen. Dies zeigt den Trend f\u00fcr die Generation Z, also die Generation, die zwischen 1995 und 2010 geboren wurde. Doch ist Schokolade nicht der Hauptgrund hierf\u00fcr. Nein, auch andere S\u00fc\u00dfigkeiten werden von 20 % der Kinder und Jugendlichen t\u00e4glich vernascht, die mit zum \u00dcbergewicht f\u00fchren.<\/p>\n<p>Auch beim Thema Diabetes spielt die Ern\u00e4hrung neben Sport eine Schl\u00fcsselrolle f\u00fcr Kinder. Wie bereits <a href=\"http:\/\/www.t-online.de\/eltern\/gesundheit\/uebergewicht\/id_71976520\/diabetes-risiko-schon-grundschueler-haben-krankhaft-veraenderte-fettzellen.html\" target=\"blank\">T-Online<\/a><sup>6<\/sup> berichtete, steigt das Risiko f\u00fcr Diabetes Typ 2 bei \u00dcbergewicht an. Laut <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/gesundheit\/diagnose\/typ-1-diabetes-30-000-deutsche-kinder-sind-zuckerkrank-a-933297.html\" target=\"blank\">Spiegel<\/a><sup>7<\/sup> sind dabei bisher ca. 30.000 Kinder an Diabetes erkrankt \u2013 Tendenz steigend.<\/p>\n<h2>Ist Schokolade nun schlecht?<\/h2>\n<p>Man darf die Erzeugnisse des Kakaobaums nicht per se schlechtreden. Ein US-Forscherteam um Andrew P. Neilson vom <a href=\"http:\/\/pubs.acs.org\/doi\/abs\/10.1021\/jf500333y\" target=\"blank\">College of Agriculture and Life Sciences<\/a><sup>8<\/sup> hat sogar einen positiven Effekt durch die Antioxidantien im Kakao festgestellt, die gegen Diabetes und \u00dcbergewicht helfen \u2013 genauer gesagt die Flavanole, eine spezielle Art der Antioxidantien im Kakao. Diese Forschung bezieht sich aber auf dunkle Schokolade und reines Kakaopulver.<\/p>\n<p>Nun muss man dazu sagen, dass eben Vollmilchschokolade ein Endprodukt ist, das sich durch den h\u00f6heren Fettanteil und andere Stoffe vom einfachen Grundstoff Kakao unterscheidet und somit nicht mehr gegen \u00dcbergewicht helfen wird. Aber auch Schokolade hat durchaus positive Effekte auf den K\u00f6rper, wenn sie in Ma\u00dfen verzehrt wird. Ein Aufhellen der Stimmung ist zum Beispiel einer davon.<\/p>\n<p>Doch eben diese Plakatwerbung erweckt unserer Meinung nach den Eindruck, dass hier Ma\u00dfen mit Massen verwechselt wurde. Denn wenn wir uns alle Produkte von Mondel\u0113z auf dem Plakat vom Kaloriengehalt her nochmals anschauen:<\/p>\n<table class=\"table_blog_fullwidth\" width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"44%\"><strong>Produkt<\/strong><\/td>\n<td width=\"21%\"><strong>Inhalt (g)<\/strong><\/td>\n<td width=\"34%\"><strong>Kalorien (kcal)<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"44%\">Milka Milkinis<\/td>\n<td width=\"21%\">87,5<\/td>\n<td width=\"34%\">512<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"44%\">Oreo Original<\/td>\n<td width=\"21%\">154<\/td>\n<td width=\"34%\">728<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"44%\">Milka Alpenmilch<\/td>\n<td width=\"21%\">100<\/td>\n<td width=\"34%\">530<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"44%\">Milka ChocoMoo<\/td>\n<td width=\"21%\">200<\/td>\n<td width=\"34%\">1010<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"44%\"><strong>Gesamt<\/strong><\/td>\n<td width=\"21%\"><strong>541,5<\/strong><\/td>\n<td width=\"34%\"><strong>2780<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>dann k\u00f6nnte diese Werbung suggerieren, dass unsere Jugend jeden Schultag Schokolade im Wert von insgesamt ca. 2780 kcal mitnehmen und verzehren soll. Zur Erinnerung: Kinder und Jugendliche sollten im Schnitt nur 2000 bis 2500 Kcal pro Tag als <a href=\"http:\/\/www.bmi-kind.de\/formel-tabelle\/kalorienbedarf-kinder\/\" target=\"blank\">Kalorienbedarf<\/a><sup>9<\/sup> haben, somit ist diese Menge wohl eher deplatziert.<\/p>\n<p>Letztendlich kommt es immer auf ein gesundes Ma\u00df an. Eben auch durch immer aggressivere Konsumwerbung, die uns zum h\u00f6heren Verzehr anregt, wird dieses Ma\u00df ins Ungleichgewicht ger\u00fcckt. Unsere Gesellschaft wird immer dicker und niemand scheint sich hierf\u00fcr verantwortlich zu f\u00fchlen. Doch Menschen brauchen einen S\u00fcndenbock, um sich bei Problemen in ein besseres Licht zu r\u00fccken. Also, wer wird nach diesem Aufschrei dieser S\u00fcndenbock sein? Die vermeintlich ma\u00dflose Wirtschaft, die unt\u00e4tige Politik oder die unvorsichtigen Eltern?<\/p>\n<h2>Alles eine Frage der Verantwortung<br \/>\nVerantwortung f\u00fcr ausgewogene Ern\u00e4hrung<\/h2>\n<p>Der Exkurs \u00fcber die Auswirkung von Ern\u00e4hrung bei Kindern macht den hohen Stellenwert dieses Themas deutlich. Es zeigt sich, dass Milka und Oreo und letztendlich Mondel\u0113z eine Verantwortung gegen\u00fcber den Kindern haben, die gerade erst in die Schule kommen und noch kein ausgepr\u00e4gtes Bewusstsein f\u00fcr ausgewogene Ern\u00e4hrung haben.<\/p>\n<p>Doch mit der hier verhandelten Werbung, die auf einen hohen Konsum von Schokolade abzielt, wird eine Zielgruppe in den Fokus genommen, die noch nicht ausreichend \u00fcber Werbung und die Folgen von einseitiger Ern\u00e4hrung reflektieren kann.<\/p>\n<h2>Eltern und Politik in der Pflicht?<\/h2>\n<p>Nat\u00fcrlich k\u00f6nnen jetzt Kritiker einwenden, dass die Verantwortung f\u00fcr eine ausgewogene Ern\u00e4hrung nicht bei den Produzenten von S\u00fc\u00dfwaren, sondern bei den Eltern liegt.<\/p>\n<p>Sicherlich ist es einfach, die ganze Verantwortung auf die Eltern zu schieben. Immerhin besitzen diese die Aufsichtspflicht und sollten somit auch darauf Acht geben, dass ihre Sch\u00fctzlinge nicht zu sehr von Werbung beeinflusst werden. In Zeiten multimedialer Kan\u00e4le allerdings schwieriger als gesagt. Eltern m\u00fcssen oftmals Arbeit und Familie unter einen Hut bringen, zumal auch die Zahl alleinerziehender Eltern j\u00e4hrlich steigt. Jede <a href=\"http:\/\/www.bmfsfj.de\/RedaktionBMFSFJ\/Broschuerenstelle\/Pdf-Anlagen\/Monitor-Familienforschung-Ausgabe-28,property=pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=true.pdf\" target=\"blank\">f\u00fcnfte Familie<\/a><sup>10<\/sup> wird von nur einem Erziehungsberechtigten gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Es gibt nat\u00fcrlich auch Ausnahmen, die sogenannten Helikopter-Eltern, die jeden Schritt ihrer Kinder \u00fcberwachen und so auch Werbung den Garaus machen. Das folgende Video zeigt dies auf humorvolle und doch eindrucksvolle Weise:<\/p>\n<div class=\"brlbs-cmpnt-container brlbs-cmpnt-content-blocker\" data-borlabs-cookie-content-blocker-id=\"default\" data-borlabs-cookie-content=\"PGlmcmFtZSB3aWR0aD0iMTE0MCIgaGVpZ2h0PSI2NDEiIHNyYz0iaHR0cHM6Ly93d3cueW91dHViZS5jb20vZW1iZWQveFo0c3o0dFhJa3c\/c3RhcnQ9NzkmZmVhdHVyZT1vZW1iZWQiIGZyYW1lYm9yZGVyPSIwIiBhbGxvdz0iYWNjZWxlcm9tZXRlcjsgYXV0b3BsYXk7IGVuY3J5cHRlZC1tZWRpYTsgZ3lyb3Njb3BlOyBwaWN0dXJlLWluLXBpY3R1cmUiIGFsbG93ZnVsbHNjcmVlbj48L2lmcmFtZT4=\" >\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-preset-a\">\n<p class=\"brlbs-cmpnt-cb-description\">Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von <strong>Standard<\/strong>. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.<\/p>\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-buttons\"> <a class=\"brlbs-cmpnt-cb-btn\" href=\"#\" data-borlabs-cookie-unblock role=\"button\">Inhalt entsperren<\/a> <a class=\"brlbs-cmpnt-cb-btn\" href=\"#\" data-borlabs-cookie-accept-service role=\"button\" style=\"display: none\">Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren<\/a> <\/div>\n<p> <a class=\"brlbs-cmpnt-cb-provider-toggle\" href=\"#\" data-borlabs-cookie-show-provider-information role=\"button\">Weitere Informationen<\/a> <\/div>\n<\/div>\n<p>Doch dies scheint nicht der Normalfall zu sein. Eine Studie, \u00fcber die bereits <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wissenschaft\/article138922315\/Eltern-sehen-Uebergewicht-bei-ihren-Kindern-nicht.html\" target=\"blank\">Die Welt<\/a> vor wenigen Monaten berichtet hat, sagt aus, dass Eltern meist das \u00dcbergewicht ihrer Kinder untersch\u00e4tzen und dieses erst dann als Problem wahrnehmen, wenn es bereits zu sp\u00e4t ist. Es gibt also Hinweise, dass auch Eltern eine Teilschuld tragen.<\/p>\n<p>Ebenso wie die Eltern, muss sich auch die Politik nach ihrer Verantwortung fragen lassen. Es stellt sich die Frage, warum sich die Politik bei einem so wichtigen Thema wie der gesunden Ern\u00e4hrung unserer Kinder heraush\u00e4lt. Werbung f\u00fcr potenziell ungesunde Lebensmittel, die Kinder als Zielgruppe haben, wird in Deutschland gesetzlich nicht reguliert. Die Politik verl\u00e4sst sich auf vage Selbstverpflichtungen. Wenn hier ein gesellschaftlicher Handlungsbedarf gesehen wird, dann ist es die Aufgabe der Politik gesetzliche Rahmenbedingungen zu erlassen.<\/p>\n<p>Es wird damit klar, dass Wirtschaftunternehmen nicht allein f\u00fcr die richtige Ern\u00e4hrung unserer Kinder verantwortlich sind. Sie sind jedoch Teil eines Konglomerats, das eine Verantwortung f\u00fcr die gesunde Ern\u00e4hrung unserer Kinder tr\u00e4gt.<\/p>\n<h2>Widerspruch zum Mindful Snacking<\/h2>\n<p>Hinsichtlich der Verantwortung von Unternehmen sollte beachtet werden, dass sich ihre Fremd- und Eigenwahrnehmung in den letzten Jahrzehnten drastisch gewandelt hat. Zunehmend wird von ihnen verantwortliches und ethisch korrektes Verhalten erwartet. Die Wirtschaftunternehmen tragen diesen Erwartungen mit eigenen <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/apuz\/29861\/gesellschaftliche-verantwortung-von-unternehmen?p=all\" target=\"blank\">CSR (Corporate Social Responsibility)<\/a>-Initiativen Rechnung und nehmen die Rolle als verantwortliche Akteure damit ein.<\/p>\n<p>Dieser Verantwortung gegen\u00fcber Kindern sind sich die beiden Schokoladenhersteller durchaus bewusst, wie die Aktion Milka Wunsch-Stern beweist, und auch der Mutterkonzern Mondel\u0113z zeigt mit der <a href=\"https:\/\/www.fdf.org.uk\/FDFAwards-2013-health-and-wellbeing.aspx\" target=\"blank\">Aktion Health for Life<\/a> durchaus Verantwortungsgef\u00fchl. Das wird bei der weiteren Betrachtung der Internetpr\u00e4senz des Mutterkonzerns von Milka und Oreo besonders deutlich. Zu der Verantwortung von Mondel\u0113z geh\u00f6rt, dass sich der Konzern <a href=\"http:\/\/www.mondelezinternational.com\/well-being\/mindful-snacking\" target=\"blank\">vier S\u00e4ulen<\/a><sup>11<\/sup> besonders verpflichtet f\u00fchlt: \u201eSustainability, Mindful Snacking, Communities, and Safety\u201c, also Nachhaltigkeit, aufmerksames Naschen, Gemeinschaft und Sicherheit.<\/p>\n<p>Besonders interessant ist hier der Punkt <em>Mindful Snacking<\/em>. Mondel\u0113z schreibt, dass sie f\u00fcr einen achtsamen Konsum von S\u00fc\u00dfigkeiten, gesunde Lebensweise und gegen Fettleibigkeit eintreten. Mondel\u0113z ist sich seiner Verantwortung f\u00fcr eine gesunde Ern\u00e4hrung ihrer Kunden bewusst und der ehemals als Kraft Foods bekannte Konzern z\u00e4hlt Projekte auf, mit denen er auf eine ausgewogene Ern\u00e4hrung hinwirken m\u00f6chte. Zu diesen Projekten geh\u00f6rt das schon erw\u00e4hnte Health for Life, bei dem Kinder eine gesunde Ern\u00e4hrung erlernen sollen.<\/p>\n<p>Doch eine <a href=\"https:\/\/www.wzb.eu\/de\/pressemitteilung\/fettleibigkeit-beeintraechtigt-schulerfolg\" target=\"blank\">erschreckende Studie<\/a><sup>12<\/sup> des Wissenschaftszentrums Berlin f\u00fcr Sozialforschung aus dem Jahr 2013 zeigt, dass adip\u00f6se Kinder eine h\u00f6here Wahrscheinlichkeit besitzen, einen gering(er)en Schulerfolg zu erlangen. Hei\u00dft: Fettleibigkeit kann die Karriere bremsen. Wiederum werden vor allem Eltern aufhorchen.<\/p>\n<p>Bei Betrachtung der Plakatwerbung von Mondel\u0113z, auf der einem ca. 2780 Kilokalorien entgegen strahlen, stellt sich einem jedoch unwillk\u00fcrlich die Frage, ob die Konzernstrategie von Mondel\u0113z auch zu ihren Untermarken durchgedrungen ist.<\/p>\n<p>Unserer Meinung nach steht die Plakatwerbung f\u00fcr die Untermarken Milka und Oreo dem Grundsatz des <em>Mindful Snacking<\/em> diametral entgegen: Wie bereits eingangs erw\u00e4hnt, scheinen diese mit ihrer Werbung zu suggerieren, dass mit dem Schulbeginn auch die Naschsaison beginnt und die vielf\u00e4ltigen Produkte des Mondel\u0113z-Konzerns zum essentiellen Bestandteil jeder Schultasche geh\u00f6ren. Allein der Spruch auf dem Plakat \u201eAlles f\u00fcr den Schulstart\u201c und die dann darunter abgebildeten Schokoladensorten machen deutlich, dass die Werbetexter nicht bedacht haben, was Kinder wirklich in der Schule ben\u00f6tigen. Kann man bedenkenlos mit einem solchen \u2013 fast schon zynisch anmutenden \u2013 Spruch werben?<\/p>\n<p>Eine weitere Reaktion auf Twitter zeigt, dass nicht nur wir keinen Zusammenhang zwischen <em>Mindful Snacking <\/em>und der Plakatwerbung erkennen k\u00f6nnen:<\/p>\n<div class=\"brlbs-cmpnt-container brlbs-cmpnt-content-blocker\" data-borlabs-cookie-content-blocker-id=\"default\" data-borlabs-cookie-content=\"PGJsb2NrcXVvdGUgY2xhc3M9InR3aXR0ZXItdHdlZXQiIGRhdGEtd2lkdGg9IjU1MCIgZGF0YS1kbnQ9InRydWUiPjxwIGxhbmc9ImRlIiBkaXI9Imx0ciI+JnF1b3Q7TWluZGZ1bCBzbmFja2luZyZxdW90OyBzaWVodCBhbmRlcnMgYXVzLiA8YSBocmVmPSJodHRwOi8vdC5jby8xUnU0c2JKaURJIj5odHRwOi8vdC5jby8xUnU0c2JKaURJPC9hPiA8YSBocmVmPSJodHRwczovL3R3aXR0ZXIuY29tL2hhc2h0YWcvbWFya2V0aW5nP3NyYz1oYXNoJmFtcDtyZWZfc3JjPXR3c3JjJTVFdGZ3Ij4jbWFya2V0aW5nPC9hPiA8YSBocmVmPSJodHRwczovL3R3aXR0ZXIuY29tL2hhc2h0YWcvbWlsa2E\/c3JjPWhhc2gmYW1wO3JlZl9zcmM9dHdzcmMlNUV0ZnciPiNtaWxrYTwvYT4gPGEgaHJlZj0iaHR0cHM6Ly90d2l0dGVyLmNvbS9oYXNodGFnL29yZW8\/c3JjPWhhc2gmYW1wO3JlZl9zcmM9dHdzcmMlNUV0ZnciPiNvcmVvPC9hPiA8YSBocmVmPSJodHRwczovL3R3aXR0ZXIuY29tL2hhc2h0YWcvc2NodWxzdGFydD9zcmM9aGFzaCZhbXA7cmVmX3NyYz10d3NyYyU1RXRmdyI+I3NjaHVsc3RhcnQ8L2E+IDxhIGhyZWY9Imh0dHBzOi8vdHdpdHRlci5jb20vaGFzaHRhZy9taWxrYW1vbWVudHM\/c3JjPWhhc2gmYW1wO3JlZl9zcmM9dHdzcmMlNUV0ZnciPiNtaWxrYW1vbWVudHM8L2E+IDxhIGhyZWY9Imh0dHBzOi8vdHdpdHRlci5jb20vTURMWj9yZWZfc3JjPXR3c3JjJTVFdGZ3Ij5ATURMWjwvYT4gPGEgaHJlZj0iaHR0cDovL3QuY28vNlY2UDFJMlMzQyI+cGljLnR3aXR0ZXIuY29tLzZWNlAxSTJTM0M8L2E+PC9wPiZtZGFzaDsgQ2hyaXN0aWFuIFAuIFN0b2JiZSAoQGNocmlzdGlhbnN0b2JiZSkgPGEgaHJlZj0iaHR0cHM6Ly90d2l0dGVyLmNvbS9jaHJpc3RpYW5zdG9iYmUvc3RhdHVzLzYzNDgyNzMxMzkzNTQ4Mjg4ND9yZWZfc3JjPXR3c3JjJTVFdGZ3Ij5BdWd1c3QgMjEsIDIwMTU8L2E+PC9ibG9ja3F1b3RlPjxzY3JpcHQgYXN5bmMgc3JjPSJodHRwczovL3BsYXRmb3JtLnR3aXR0ZXIuY29tL3dpZGdldHMuanMiIGNoYXJzZXQ9InV0Zi04Ij48L3NjcmlwdD4=\" >\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-preset-a\">\n<p class=\"brlbs-cmpnt-cb-description\">Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von <strong>Standard<\/strong>. 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Das steht f\u00fcr uns im Gegensatz dazu, wie Mondel\u0113z selbst seine verantwortliche Rolle beschreibt:<\/p>\n<p>\u201e<em>Mindful snacking is about eating with intention; and being more conscious about what and how much we are consuming. As obesity and other health issues increase across the globe, helping people to be more mindful when snacking is all the more important<\/em>.\u201d (<a href=\"http:\/\/www.mondelezinternational.com\/well-being\/mindful-snacking\" target=\"blank\">Mondel\u0113z<\/a><sup>11<\/sup>)<\/p>\n<p>Durch die Werbung von Mondel\u00e9z wird, wie wir gesehen haben, diese Selbstdarstellung faktisch konterkariert. Ist eine solche Werbung f\u00fcr einen Konzern tragbar, der gegen Fettleibigkeit und f\u00fcr <em>Mindful snacking <\/em>einsteht?<\/p>\n<h3>Vereinbarkeit mit EU Pledge?<\/h3>\n<p>Hinzu kommt, dass sich Mondel\u0113z im sognannten EU Pledge mit anderen Lebensmittelunternehmen dazu verpflichtet hat, Lebensmittel in verantwortungsvoller Art und Weise zu vermarkten. Die Selbstverpflichtung, die auch f\u00fcr Werbung im Print- und Online-Bereich gilt, umfasst folgende Punkte:<\/p>\n<ul>\n<li>\u201e<em>Keine Produktwerbung an Kinder unter 12 Jahren. Ausgenommen sind Produkte, die die N\u00e4hrwertanforderungen des EU Pledge erf\u00fcllen. Als \u201ean Kinder unter 12 Jahren gerichtete Werbung\u201c definiert die Selbstverpflichtung alle Medien, bei denen Kinder unter 12 Jahren mindestens 35 Prozent der Zuschauer ausmachen.<\/em> (<a href=\"https:\/\/www.foodwatch.org\/uploads\/media\/2015-08-24_foodwatch-Studie_Kindermarketing_EU_Pledge_auf_dem_Pruefstand_final_WEB_02.pdf\" target=\"blank\">Foodwatch-Studie, Seite 6<\/a><sup>13<\/sup>)<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei Betrachtung des zugrunde liegenden Plakats f\u00e4llt auf, dass sich die Werbung ganz eindeutig an Kinder unter dem 12. Lebensjahr richtet. Es ist f\u00fcr uns nat\u00fcrlich nicht m\u00f6glich, den genauen Prozentsatz der Zuschauer des Plakats zu ermitteln. Dies wird seit kurzem auch kontrovers aufgrund der Foodwatch-Studie diskutiert (siehe <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/kinder-werbung-naschen-bis-der-arzt-kommt-1.2619278\" target=\"blank\">S\u00fcddeutsche<\/a> sowie <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/gesundheit\/ernaehrung\/verbraucherschutzorganisation-foodwatch-fordert-zum-schutz-der-kinder-sollen-werbespots-fuer-ungesunde-lebensmittel-verboten-werden_id_4899901.html\" target=\"blank\">Focus Online<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/ratgeber\/gesundheit\/macht-kinder-dick-beweist-studie-eltern-aufgepasst-11503984.bild.html\" target=\"blank\">Bild<\/a>). Eindeutig bleibt jedoch, dass die Werbung Kinder zum Schulstart als Ziel hat. Dies schlie\u00dft alle Kinder der 1. Klasse mit ein. Es ist somit zumindest fraglich, ob mit der Werbung nicht gegen die Selbstverpflichtung EU Pledge versto\u00dfen wird.<\/p>\n<h3>Mondelez kann auch anders<\/h3>\n<p>Dass mit den Themen Schulanfang und Schokoladenerzeugnisse gute Werbung m\u00f6glich ist, zeigt Mondel\u0113z dagegen auf einer seiner Webpr\u00e4senzen. Hier wird, \u00e4hnlich wie mit der Plakatwerbung, auch mit dem Schulstart als Aufh\u00e4nger geworben. Der Unterschied liegt jedoch in einer v\u00f6llig anderen Akzentuierung. W\u00e4hrend sich die Plakatwerbung auf das reine Bef\u00fcllen der Schultasche mit Schokolade beschr\u00e4nkt, wird online ein Gewinnspiel zum Beginn des Schuljahres beworben.<\/p>\n<p>Als Preise f\u00fcr das Gewinnspiel werden dabei Erlebnisaufenthalte im Europapark, Taschen mit Stiften, Tablets und Smartphones angeboten. Das sind tolle Preise, die Kinder gerne gewinnen m\u00f6chten, und eine Aktion, bei der beide Seiten nur profitieren k\u00f6nnen. Mondel\u0113z st\u00e4rkt den Brand seiner Untermarken, und die Teilnehmer der Gewinnspiele k\u00f6nnen sich auf tolle Preise freuen. Es w\u00e4re ein Gewinn f\u00fcr alle gewesen, wenn diese tolle Aktion auch auf den Plakaten abgebildet worden w\u00e4re.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Es ist schon erstaunlich, wie viele Gedanken solch ein Werbeplakat hervorrufen kann, wenn es nicht auf eine eindeutige Botschaft abgestimmt wird. Das Sender-Empf\u00e4nger-Modell ist ein wirklich empfindliches Instrument, wie dieses Plakat eindrucksvoll beweist. Ob am Ende die negative Botschaft einen Schatten auf die Eltern, die Wirtschaft oder doch die Politik wirft, h\u00e4ngt jedenfalls von jedem Einzelnen ab. Wir wollten dir nur einmal aufzeigen, wie weit man mit sieben W\u00f6rtern, 4 Packshots und wenigen anderen Elementen auf einem Plakat kommen kann und dass selbst die Plakatwerbung eine schwierige Disziplin darstellt.<\/p>\n<hr class=\"full\" \/>\n<h2>Update 11.09.2015:<br \/>\n\u201em\u00f6gliche Folgen\u201c werden zu wirklichen Folgen!<\/h2>\n<p><strong>Status Quo: die Ausweitung von Mondel\u00e9z\u2019 Plakatkampagne um Promo-\u201eSchul-Kioske\u201c am POS<\/strong><\/p>\n<p>Quo vadis, Mondel\u00e9z? Wohin geht\u2019s? Und was soll das? Das haben wir gefragt, und es beruhigte uns, als wir uns \u00fcberzeugen durften: Wir stehen damit nicht alleine da. Foodwatch hat die schokolierte Schulstart-Plakatkampagne inzwischen ganz offiziell auf die Liste ihrer Kampagnen gesetzt, die es zu stoppen gilt. Hierzu sofort mehr, aber zuvor wollen wir euch etwas \u00fcber die Weiterf\u00fchrung der Plakatkampagne erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Milka und Oreo (oder Mondel\u00e9z \u2013 wessen Marketingabteilung auch immer verantwortlich sein mag) sind derzeit flei\u00dfig dabei, ihre Plakatkampagne \u201eAlles f\u00fcr den Schulstart\u201c fortzuf\u00fchren. Inzwischen gibt es nicht mehr nur die Gro\u00dffl\u00e4chenplakate, sondern die Marketer haben sich zum Point of Sale (POS) vorgewagt. Im Supermarkt selbst, also dort, wo die Kaufentscheidung tats\u00e4chlich f\u00e4llt, finden wir aktuell Folgendes:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-12361 size-full\" src=\"https:\/\/www.omsag.de\/proxy\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Milka-Schulstart-Display.jpg\" alt=\"Milka Schulstartd Shop Display\" width=\"400\" height=\"533\" \/><\/p>\n<p>Hier sehen wir also, wohin es geht: Im Grunde wiederholen sich am POS alle heiklen Botschaften, die wir bereits auf den Plakaten ausgemacht hatten. Wieder soll die \u201eSchultasche\u201c gepackt werden \u2013 und wieder ist \u201ealles\u201c, was daf\u00fcr angeboten wird, haufenweise Schokolade. Schon wieder findet die (nicht) ern\u00e4hrungsbewusste Zielgruppe Zucker an allen Ecken und Enden, ja sehen nicht gerade die Ecken dieses \u201eKioskes\u201c verd\u00e4chtig nach Zuckerstangen aus? Aber bleiben wir ernst. Was uns nun an diesem Promotionstand ins Auge f\u00e4llt:<\/p>\n<ul class=\"small_check\">\n<li>Dieser \u201eSchul-Kiosk\u201c hat wirklich nichts mit einem Schulkiosk zu tun, wie wir ihn an deutschen Schulen \u00fcblicherweise finden. Nicht, dass es dort ausschlie\u00dflich gesund zuginge, aber zwischen Nussecken und Schoko-Croissants liegen dort immer auch Obst, Joghurts, belegte Br\u00f6tchen mit Salat usw. in der Auslage. Hier indes stehen zur Bef\u00fcllung der Schultasche nur bergeweise Kilokalorien in Gestalt \u00fcberdurchschnittlich fett- und zuckerhaltiger (siehe unseren Blogeintrag unten) Schokotafeln wie -kekse zur Wahl.<\/li>\n<li>Der Satz \u201eJetzt Schultasche packen &amp; mit 1 Produkt gewinnen!\u201c ist unverst\u00e4ndlich formuliert. Was bedeutet \u201emit 1 Produkt gewinnen\u201c eigentlich genau, also was und wie kann man denn wann mit einem Produkt gewinnen? Es mag sein, dass sich diese Frage mithilfe der zugeh\u00f6rigen Infos im Internet oder mithilfe n\u00e4herer Angaben auf dem \u201e1 Produkt\u201c selbst beantworten lie\u00dfe, aber darauf fehlt am \u201eSchul-Kiosk\u201c jeglicher Hinweis. Ob dies einfach ein Vers\u00e4umnis ist oder schon zum zweiten Schritt des AIDA-Konzepts geh\u00f6rt, sprich \u201eInterest\u201c erzeugen soll, lassen wir dahingestellt.<\/li>\n<li>\u00c4hnlich wie auf den Gro\u00dffl\u00e4chenplakaten wird echtem Schulequipment allein dar\u00fcber Reverenz erwiesen, dass man als Kreidezeichnungen Objekte wie einen Globus, eine Gl\u00fchbirne oder ein Herz (ein Herz?) auf dem Sockel platziert hat. Zwar ist die Zahl der Abbildungen im Vergleich zu den Plakaten sichtbar gestiegen (von zweien, einem Stift und einer Schultasche, auf sechs), jedoch wird auch hier eine eindeutige Priorit\u00e4t gesetzt. Ganz einfach indem die Milka- und Oreo-Logos als dar\u00fcber geklebt abgebildet werden.<\/li>\n<li>Was wir oben schon erw\u00e4hnt hatten, bewahrheitet sich doppelt am Point of Sale: Gleich zwei der auf den Plakaten beworbenen Produktkategorien, n\u00e4mlich Milka \u201eMilkinis\u201c und \u201eChoco-Moooo\u201c, sind im zugeh\u00f6rigen \u201eSchul-Kiosk\u201c gar nicht zu finden. Diese Kluft zwischen Print- und POS-Werbung w\u00e4re sicher zu verhindern gewesen und zeugt erneut davon, dass hier marketingtechnisch erstaunlich unsorgf\u00e4ltig zu Werke gegangen wird.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der eingeschlagene, unserer Meinung nach falsche Weg wird also konsequent weiter gegangen. Nach unseren neuesten Informationen m\u00f6chte das Mondel\u00e8z auch noch eine Weile lang tun, bis zum zweiten Oktober soll diese Kampagne n\u00e4mlich noch laufen (das ist, siehe hier, auch der offizielle Einsendeschluss f\u00fcr das Gewinnspiel). Dass das ernst gemeint ist \u2013 und dass man gewillt ist, jede Anstrengung, die schokoladige Schulausr\u00fcstung an den Mann, die Frau und vor allem das Kind zu bringen, sogar noch zu verst\u00e4rken \u2013, hat sich ebenfalls schon gezeigt. Das oben gezeigte Bild vom Schulkiosk (Aufnahmedatum: 04.09.2015) ist immerhin nicht das aktuellste, das wir bieten k\u00f6nnen. Inzwischen, jetzt gerade (am 11.09.2015), sieht die Situation am POS wie folgt aus:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-12362\" src=\"https:\/\/www.omsag.de\/proxy\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Milka-Schulstart-Kiosk.jpg\" alt=\"Milka Schulstart Kiosk\" width=\"500\" height=\"375\" \/><\/p>\n<p>Beeindruckend. Der \u201eSchul-Kiosk\u201c mal drei! Und damit dreimal \u00f6fter die M\u00f6glichkeit, Aufmerksamkeit f\u00fcr die Schulstart-Kampagne zu gewinnen (der bereits leerger\u00e4umte \u201eKiosk\u201c im Vordergrund k\u00f6nnte ein Hinweis darauf sein, dass diese Strategie auch funktioniert). Angesichts dieser Aggressivit\u00e4t des Vorgehens ist es zu begr\u00fc\u00dfen, dass nicht nur wir Stellung beziehen, sondern jetzt auch an anderer Stelle Alarm geschlagen wurde. Foodwatch hat jetzt auf allen Kan\u00e4len angek\u00fcndigt, diese Werbung nicht l\u00e4nger stillschweigend zu dulden, und wir \u2013 nicht zuletzt im Namen der besorgten Elternschaft unserer Agentur \u2013 sagen: Daumen hoch!<\/p>\n<h3><strong>Und jetzt die Folgen: Foodwatch zieht Konsequenzen und ruft zum Stopp der Kampagne auf<\/strong><\/h3>\n<p>Am 4. September postete Foodwatch ein Foto der Plakatkampagne von Mondel\u0113z International auf einem Parkplatz von EDEKA. Hierzu \u00e4u\u00dferte Foodwatch scharfe Kritik an Mondel\u0113z und EDEKA und machte sie auf ihre jeweiligen Selbstverpflichtungen und Aktionen zur gesunden Ern\u00e4hrung aufmerksam. Am Ende forderte Foodwatch eine Stellungnahme der beiden Konzerne und fragte: <strong>\u201e<em>HABT IHR SIE NOCH ALLE<\/em>?\u201c<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-12363\" src=\"https:\/\/www.omsag.de\/proxy\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Milka-Schulstart-Plakatwerbung.jpg\" alt=\"Milka Schulstart Plakatwerbung\" width=\"1010\" height=\"400\" \/><\/p>\n<p>Aufgrund dem Post von Foodwatch und den Reaktionen vieler Nutzer (\u00fcber 2.000 Likes und 620Mal geteilt) wurden wir in unserer Wahrnehmung best\u00e4rkt und stellten unseren bereits geschrieben Artikel am 7. September auf unserem Blog ein. In dem ausf\u00fchrlichen Artikel (siehe unten) analysieren wir das Plakat und zeigen den Widerspruch zwischen den Selbstverpflichtungen von Mondel\u0113z und der aktuellen Plakatkampagne auf.<\/p>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich wollten wir Foodwatch und den Lesern unsere Analyse nicht vorenthalten, daher postete Sebastian unseren Blogartikel auf der Foodwatch-Facebook-Seite ebenfalls unter dem Plakat:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-12364\" src=\"https:\/\/www.omsag.de\/proxy\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Twitter-Post-Foodwatch.jpg\" alt=\"Twitter Post Foodwatch\" width=\"475\" height=\"344\" \/><\/p>\n<p>\u201eSehr diplomatisch\u201c? Das ist richtig. Das Ziel unseres Blogartikels ist schlie\u00dflich die kritische, aber ausgewogene Auseinandersetzung mit einem Plakat, auf das wir aufmerksam wurden. Dass wir in dem Fall diplomatischer als Foodwatch schreiben, sollte man uns verzeihen. F\u00fcr uns ist wichtig, dass eine Diskussion \u00fcber die M\u00f6glichkeiten und die Grenzen des Marketings angesto\u00dfen wurde, die wir gerne mit begleiten und mit unserer Expertise unterst\u00fctzen m\u00f6chten.<\/p>\n<p>Wir haben in den letzten Tagen die Aufmerksamkeit und Entr\u00fcstung mit verfolgt, die das von Foodwatch publizierte Bild der Plakatwerbung ausgel\u00f6st hat. Daher \u00fcberrascht es uns keineswegs, dass Foodwatch seit dem 10. September weiter in die Offensive geht und ganz konkret einen Stopp der Werbekampagne fordert:<\/p>\n<div class=\"brlbs-cmpnt-container brlbs-cmpnt-content-blocker\" data-borlabs-cookie-content-blocker-id=\"default\" data-borlabs-cookie-content=\"PGJsb2NrcXVvdGUgY2xhc3M9InR3aXR0ZXItdHdlZXQiIGRhdGEtd2lkdGg9IjU1MCIgZGF0YS1kbnQ9InRydWUiPjxwIGxhbmc9ImRlIiBkaXI9Imx0ciI+U2Nob2tpIGbDvHIgZGllIFNjaHVsZT8gZm9vZHdhdGNoIGZvcmRlcnQgU3RvcHAgdm9uIE1vbmRlbGV6LVdlcmJ1bmcgenVtIDxhIGhyZWY9Imh0dHBzOi8vdHdpdHRlci5jb20vaGFzaHRhZy9TY2h1bHN0YXJ0P3NyYz1oYXNoJmFtcDtyZWZfc3JjPXR3c3JjJTVFdGZ3Ij4jU2NodWxzdGFydDwvYT4gIDxhIGhyZWY9Imh0dHBzOi8vdHdpdHRlci5jb20vTURMWj9yZWZfc3JjPXR3c3JjJTVFdGZ3Ij5ATURMWjwvYT4gPGEgaHJlZj0iaHR0cDovL3QuY28vb1ZEN1JDMHp2ZiI+aHR0cDovL3QuY28vb1ZEN1JDMHp2ZjwvYT4gPGEgaHJlZj0iaHR0cDovL3QuY28vaFNtQm5lNDhpYiI+cGljLnR3aXR0ZXIuY29tL2hTbUJuZTQ4aWI8L2E+PC9wPiZtZGFzaDsgZm9vZHdhdGNoIERldXRzY2hsYW5kIChAZm9vZHdhdGNoX2RlKSA8YSBocmVmPSJodHRwczovL3R3aXR0ZXIuY29tL2Zvb2R3YXRjaF9kZS9zdGF0dXMvNjQxOTAxODY2Mjg1MTc4ODgwP3JlZl9zcmM9dHdzcmMlNUV0ZnciPlNlcHRlbWJlciAxMCwgMjAxNTwvYT48L2Jsb2NrcXVvdGU+PHNjcmlwdCBhc3luYyBzcmM9Imh0dHBzOi8vcGxhdGZvcm0udHdpdHRlci5jb20vd2lkZ2V0cy5qcyIgY2hhcnNldD0idXRmLTgiPjwvc2NyaXB0Pg==\" >\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-preset-a\">\n<p class=\"brlbs-cmpnt-cb-description\">Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von <strong>Standard<\/strong>. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.<\/p>\n<div class=\"brlbs-cmpnt-cb-buttons\"> <a class=\"brlbs-cmpnt-cb-btn\" href=\"#\" data-borlabs-cookie-unblock role=\"button\">Inhalt entsperren<\/a> <a class=\"brlbs-cmpnt-cb-btn\" href=\"#\" data-borlabs-cookie-accept-service role=\"button\" style=\"display: none\">Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren<\/a> <\/div>\n<p> <a class=\"brlbs-cmpnt-cb-provider-toggle\" href=\"#\" data-borlabs-cookie-show-provider-information role=\"button\">Weitere Informationen<\/a> <\/div>\n<\/div>\n<p>Foodwatch fasst in der verlinkten Presseerkl\u00e4rung ihre Kritik an der Plakataktion von Mondel\u0113z noch einmal zusammen und sieht in der \u201eSchulstart\u201c-Plakat- bzw. \u201eSchul-Kiosk\u201c-Aktion einen klaren Widerspruch zu der gesellschaftlichen Verantwortung, die sich die Unternehmen selbst zuschreiben. Die Forderung nach dem Stopp der Werbeaktion richtet sich dabei nicht nur an Mondel\u0113z selbst, sondern auch an die betroffenen Supermarktketten.<\/p>\n<p>Nach Angaben des Fachmagazins W&amp;V hat Mondel\u0113z mittlerweile auf die Vorw\u00fcrfe reagiert und erkl\u00e4rt, dass Kinder unter 12 Jahren nicht zur Zielgruppe der Kampagne geh\u00f6ren und die strengen internen Marketingrichtlinien eingehalten wurden.<\/p>\n<p>Es bleibt abzuwarten wie die weitere Entwicklung sein wird. Es ist jedoch jetzt schon sicher, dass die Aktion wirklich nicht als voller Erfolg bezeichnet werden kann. Es gibt vielmehr ein hohes Optimierungspotenzial. Aus unserer Sicht w\u00e4re diese Werbekampagne wohl besser in der Schublade geblieben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Planung, Konzeption, Recherche und Text von: Sebastian Gaebelein, Christian Stenger, Daniel Aller &amp; Carsten Schuwerack.<\/p>\n<p><em>Quellenangaben:<\/em><\/p>\n<p><em><sup>1<\/sup><\/em><em>Koletzko, Prof. Dr. Berthold: Obst oder Schokolade? Wasser oder Limo? \u2013 Essgewohnheiten von Kindern k\u00f6nnen fr\u00fch positiv beeinflusst werden (03.09.2015)<\/em><\/p>\n<p><em><sup>2<\/sup><\/em><em>Robert Koch-Institut (Hrsg), Bundeszentrale f\u00fcr gesundheitliche Aufkl\u00e4rung (Hrsg) (2008) Erkennen \u2013 Bewerten \u2013 Handeln: Zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. RKI, Berlin (03.09.2015)<\/em><\/p>\n<p><em><sup>3<\/sup><\/em><em>Statistisches Bundesamt, Wiesbaden (03.09.2015)<\/em><\/p>\n<p><sup>4 <\/sup><em>Lache, Anette: Generation XXL, Stern.de (03.09.2015)<\/em><\/p>\n<p><sup>5<\/sup><em>Verband f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Di\u00e4tetik e.V.: Kinder und Jugendliche (03.09.2015)<\/em><\/p>\n<p><em><sup>6<\/sup><\/em><em>t-online.de: Schon Grundsch\u00fcler haben krankhaft ver\u00e4nderte Fettzellen (03.09.2015)<\/em><\/p>\n<p><em><sup>7<\/sup><\/em><em>Dobel, Sabine: Schon Typ-1-Diabetes: 30.000 deutsche Kinder sind zuckerkrank, spiegel.de (03.09.2015)<\/em><\/p>\n<p><em><sup>8<\/sup><\/em><em>American Chemical Society: Oligomeric Cocoa Procyanidins Possess Enhanced Bioactivity Compared to Monomeric and Polymeric Cocoa Procyanidins for Preventing the Development of Obesity, Insulin Resistance, and Impaired Glucose Tolerance during High-Fat Feeding, acs.org (03.09.2015)<\/em><\/p>\n<p><em><sup>9<\/sup><\/em><em>BMI Kind: Kalorienbedarf Kinder, bmi-kind.de (03.09.2015)<\/em><\/p>\n<p><em><sup>10<\/sup><\/em><em>BMFSFJ: Alleinerziehende in Deutschland \u2013 Lebenssituationen und Lebenswirklichkeiten von M\u00fcttern und Kindern, bmfsfj.de (03.09.2015)<\/em><\/p>\n<p><em><sup>11<\/sup><\/em><em>Mondelez International: Mindful Snacking, mondelezinternational.com (03.09.2015)<\/em><\/p>\n<p><em><sup>12<\/sup><\/em><em>Helbig, Dr. Marcel: Fettleibigkeit beeintr\u00e4chtigt Schulerfolg, wzb.eu (03.09.2015)<\/em><\/p>\n<p><em><sup>13<\/sup><\/em><em>Foodwatch: Foodwatch-Studie Kindermarketing f\u00fcr Lebensmittel, foodwatch.org (03.09.2015)<\/em><\/p>\n<p><em>Beitragsbild: Flickr\/Phil Roeder<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim Gang zur Arbeit ist bei uns seit wenigen Tagen ein Werbeplakat mit Milka und Oreo zu sehen, das zu einer mutma\u00dflich kontroversen Aussage inspiriert. 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