Google addiert ein weiteres Puzzleteil mit +1

Wir nutzen Cookies & das Facebook Besucheraktions-Pixel für statistische Zwecke. Einverständnis bestätigen: OK

Mehr Infos: Datenschutzbestimmungen

Google Adwords Premier Google Partner Badge
 

Google addiert ein weiteres Puzzleteil mit +1 – Wir sehen das „bigger Picture“

Die diesjährigen Meldungen über neue Entwicklungen im Hause Google fügen sich zusammen wie die Teile eines Puzzles. Natürlich hat bereits jeder geahnt, in welche Richtung die Entwicklung steuert. Richtig deutlich wird es aber, wenn man sich noch einmal die Daten vor Augen führt:

Googles Entwicklung in Richtung Social Network

Mitte Februar ging Google einen ersten Schritt in Richtung personalisierte Suchergebnisse und fing an, die sozialen Netzwerk-Daten der Nutzer in die Suchergebnisseiten (SERPs) zu integrieren: Die Google Social Search ging an den Start. Facebook hat man bei diesem Service strikt ausgegrenzt. Auch der neue Chrome-Browser wurde mit dem Feature Personal Blocklist Extension ausgestattet.

Anfang März stattete Google dann die Google Profiles mit einem neuen Design und zusätzlichen Optionen aus. So können sich dort angemeldete User besser darstellen und bieten Informationen, die auch auf anderen Netzwerkprofilen in Facebook, Xing oder LinkedIn zu finden sind.

Zwischendurch gab es ein unbestätigtes, aber hartnäckiges Gerücht, dass durch die Blogs geisterte – Google Circles. Der Web 2.0 Guru Tim O’Reilly brachte eine Lawine ins Rollen, als er einen Tweet mit dem Inhalt “I’ve seen google circles, and it looks awesome…“ postete. Dieses Gerücht bestätigte sich jedoch im weiteren Verlauf nicht und wurde von Google dementiert.

Google +1 – Das auflösende Puzzleteil?

Das im Moment aktuelle Puzzleteil startete im Dezember vergangenen Jahres auch als Gerücht. Nun hat es sich bestätigt. Google greift das Prinzip des Facebook-Like-Buttons auf und baut diese Funktion in die Suchergebnis-Liste ein. Mit dem Google +1-Button können angemeldete Nutzer bestimmte SERP-Ergebnisse markieren und so eine Empfehlung aussprechen. Um +1 verwenden zu können, benötigt man ein Google-Profil. Wer die Empfehlungen anderer Nutzer sehen will, muss mit seinem Google-Account eingeloggt sein. Das Ganze läuft in der Praxis so ab: Der User bestätigt sein Interesse an einem Suchergebnis durch den Klick auf den +1-Button. Für mit dem User unter Google vernetzte Sucher erscheint dasselbe Suchergebnis dann mit dem Kommentar “User XY +1′d this”. Hat keiner der Kontakte eine Seite empfohlen, aber andere Nutzer, wird nur die Anzahl der Empfehlungen eingeblendet.

Das hört sich zunächst sehr praktisch an. Wenn man sich die Idee jedoch etwas genauer durch den Kopf gehen lässt, fallen Stolpersteine in der Handhabung auf. Zunächst ist es so angelegt, dass der Nutzer entweder die Seite zuvor „+1’d“, oder nach dem Sichten noch einmal zurückgeht. Das ist entweder zu pauschal oder zu umständlich. Ein weiteres großes Problem, oder wohl eher eine Aufgabe, wird sein, die Nutzer dazu zu motivieren, sich auch bei Google ein funktionierendes Netzwerk aufzubauen. Google versucht, diese komplexe Struktur zu entschlacken – und zwar, indem man ermöglicht, die Profiles und damit +1 mit allen anderen Google-Diensten zu synchronisieren. Außerdem soll ja eine baldige Twitter-Synchronisation folgen. Trotzdem werden wohl alle Nutzer, die bereits in Twitter, Xing und Facebook aktiv sind, davor zurückschrecken, die mühevolle Vorarbeit für ein gutes Netzwerk auf sich zu nehmen.

Es klaffen noch Lücke im Puzzle – Wie geht es weiter?

Eine tatsächliche Konkurrenz zu Facebook in Sachen Social Network stellt Google+1 trotz dieses Angriffs auf den „Like“-Button noch nicht dar. Vielmehr ist es ein Empfehlungsdienst und kein Kommunikationskanal. Trotzdem erklären die Google-Entwickler eine mögliche Ausbaufähigkeit in diese Richtung. Wenn man die einzelnen Schritte betrachtet, ist eine stärkere Weiterentwicklung in Richtung Social Network relativ deutlich. Die einzelnen Elemente werden ineinander fließen und schaffen Schritt für Schritt die Basis für einen Netzwerk-Allrounder. Vielleicht war Circles letztendlich doch kein Gerücht. Bis dahin liegen die Vorteile von Google+1 klar und deutlich in der so gesteigerten Relevanz der Suchergebnisse. Man erhält individuellere Empfehlungen an der richtigen Stelle, das heißt: direkt während der Suche und nicht nebenbei während des Netzwerkens.

Hat dir dieser Beitrag gefallen?

Über den Autor

Blog
Unter „Blogredaktion“ werden Fachbeiträge verschiedener Experten aus dem Unternehmen ohne Autorenkennzeichnung publiziert. Ihr habt Fragen oder Anregungen zu einem speziellen Beitrag? Kein Problem, die Blogredaktion steht euch dafür gerne hier zur Verfügung.

Hinterlasse einen Kommentar

  • Tumti84 01.04.2011, 8:50 Uhr

    Hallo,

    also leider finde ich das überflüssig! Die Idee die dahinter steckt ist nur, das Google mal wieder alle Daten für sich selbst nutzt und es letztenendlich dem User nichts bringt. In Amerika läuft das ganze schon hat, ob es Zukunft hat, glaube ich persönlich nicht.

    Grüße, Tumti84

  • B.S. 01.04.2011, 15:23 Uhr

    Ohne ein breites Google-Netzwerk macht es für den Nutzer tatsächlich zunächst nicht viel Sinn eine Empfehlung auszudrücken. Auf der anderen Seite, falls der Button in Zukunft häufiger genutzt wird und nicht verspammt wird (was ich leider befürchte,)hätten die Empfehlungen für die Suche einen echten Mehrwert, weil echte Menschen dahinterstehn, die die Seite wirklich inhaltsvoll fanden.

  • Richard Rupp 04.04.2011, 16:36 Uhr

    Ich bin gespannt, wie sich das +1 Feature gegenüber Facebook schlagen wird.

    Ich hoffe nur, dass genügend Vorsichtsmaßnahmen getroffen wurden, sodass ein Manipulieren der +1 Buttons und damit der Suchmaschinenergebnisse unmöglich sind.

  • Peter 13.05.2011, 18:25 Uhr

    Google beteiligt ist aber auch überall vertreten, jetzt auch noch Richtung Social Network.

    Hoffe auch, dass das den Suchergebnissen nicht schadet.