Azubis zu Besuch in der Papierfabrik FRIPA

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„Please print before you think”

Ein relativ großer Bereich der schulischen Ausbildung zum Mediengestalter besteht im ersten Jahr aus allerlei Wichtigem zum Thema Print. „Please print before you think“ (kleines Wortspiel) ist in dieser Zeit sozusagen das Motto in der Berufsschule und grundlegende Basis, bevor man über Digitales nachdenkt. Dort lernen wir Dinge wie die verschiedenen Druckverfahren, die Farblehre und die Papierzusammensetzung. Aus diesem Grund haben wir OMSAG-Azubis aus dem ersten Lehrjahr Ende Juli die Papierfabrik Fripa in Miltenberg besucht. Felix und ich erzählen Euch von unserem Ausflug und bringen Euch dabei näher, warum dieses Wissen für unsere Ausbildung so wichtig ist.

Wir fahren nach Miltenberg – Azubis auf Lehrfahrt

Als wir morgens im bayerischen Miltenberg ankamen, nutzten wir die Zeit bis zum Beginn unserer Führung, um die Natur des umliegenden Maintals zu erkunden. Nach ein paar Metern durch den Ort fanden wir uns an besagtem Main wieder, wo das wunderschöne Uferpanorama mit seinen Fachwerkhäuschen und der Burgruine vor einem malerischen Horizont zum Träumen einlud.

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Das Mainufer in Miltenberg.

Die Tour beginnt

Fripa produziert in erster Linie Tissueprodukte wie z.B. Toilettenpapier oder Papiertaschentücher, aber auch spezielle Fachhandelsprodukte wie Hygienepapiere für den medizinischen Bedarf. An der Papierfabrik, die direkt am Ortseingang das Bild des kleinen Städtchens prägt, verteilte der nette Werksführer Sicherheitswesten und Headsets. Danach konnte die Tour durch das riesige Fabrikgelände beginnen. Startpunkt: gepresste Altpapierballen, die wir mit zugehaltener Nase begutachteten und deren Weg wir durch den Papierherstellungsprozess verfolgten.

Aus Alt mach neu – Papierherstellung in Kürze

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Gepresste Altpapierballen, wie sie auch bei Fripa zur Papierherstellung verwendet werden (Quelle: geograph.ie – © by Wilson Adams).

Zuerst geht es in den sogenannten Pulper, einen großen Rührbottich zum Aufweichen der Fasern bzw. zur Herstellung des Faserbreis, der mit viel Wasser verdünnt wird. Anschließend geht es weiter zur gigantischen Papiermaschine. Hier entsteht das Grund-Tissuepapier, um dann die vielen Stationen der Weiterverarbeitung anzusteuern.

Das Grundpapier wird z.B. zurechtgeschnitten, auf Papprollen aufgerollt oder mit Blumenmustern geprägt, bis es schließlich verpackt im 35 Meter hohen, vollautomatischen Regallager ankommt. Von hier aus treten die fertigen Papiererzeugnisse die Reise in unsere Supermärkte (vor allem Discounter) an. Obwohl die Besichtigung mitten im Sommer bei 35 Grad stattfand, hatte man doch winterliche oder gar weihnachtliche Gefühle. Durch die Produktion werden nämlich andauernd so viele Papierfasern aufgewirbelt, dass sie sich wie Schnee überall niederlassen.

„Please think before you print“

„Please think before you print“ – so muss der Spruch natürlich richtig heißen – ist ein Leitsatz, der nicht nur bei der OMSAG beherzigt wird, sondern auch für die Ausbildung zum Mediengestalter eine Rolle spielt. Die Kernaussage liegt darin, der Umwelt zuliebe kein unnötiges Papier zu verschwenden. Bei unserem Besuch in der Papierfabrik lernten wir weitere, wichtige Aspekte des oben genannten Satzes kennen: Wenn man ohne Nachdenken einen Druck in Auftrag gibt, kann das ganz schön nach hinten losgehen – im wahrsten Sinne des Wortes, wie Ihr gleich verstehen werdet.

Da es unterschiedliche Papiersorten, Papierdicken und Papiergewichte gibt, muss ein Mediengestalter stets die richtige Wahl treffen. Es gibt Papiersorten, die mit bestimmten Druckverfahren nicht harmonieren und darum schlechte Ergebnisse liefern. Wenn also für einen Druckauftrag beispielsweise zu dünnes Papier verwendet wird, könnte der Druck durch die Vorderseite auf die Hinterseite durchscheinen. Deswegen sollte man sich vorher genau Gedanken machen, welches Papier geeignet ist. Mögliche Folgekosten und ein erneuter Druckauftrag lassen sich so vermeiden. Schon bei den Preprint-Aufgaben, also allen Aufgaben vor dem Druck selbst, können Fehler passieren. Auch „Non-Printler“, die nur für die digitale Mediengestaltung zuständig sind, sollten darum Fachwissen im Print-Bereich mitbringen.

Wir hoffen, dass Euch der Einblick in unseren Besuch bei Fripa gefallen hat und wir Euch etwas näher bringen konnten, warum Print ein wichtiger Bestandteil der Mediengestalter-Ausbildung ist.

Von Sergej und Felix

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Über den Autor

Sergej
Sergej ist Auszubildender für Mediengestaltung in Digital und Print bei der Online Marketing Solutions AG. Zu seinen Hobbys gehören Bildbearbeitung, HTML/CSS und Fußball. Darüber hinaus interessieren ihn die Bereiche Webdesign und –optimierung, in denen er so viel wie möglich dazulernen möchte.

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