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Google und Amazon kämpfen um neue Domain-Endungen

Die Internetverwaltung Icann hat 1.930 Anträge für neue Web-Adressendungen (Beispielsweise .app oder .love) bekannt gegeben. Für viele Adressendungen gibt es mehrere Antragsteller. Sollten sich Großkonzerne wie Amazon oder Google nicht einigen, kann es ein langes Vergabeverfahren werden.

Die Icann veröffentlichte am Mittwoch die Bewerbungen der neuen Top-Level-Domains (TLD). Der Suchmaschinengigant Google reichte, laut Meldungen von spiegel.de, 101 Bewerbungen ein. Googles Bewerbungen laufen jedoch unter den Namen „Charleston Road Registry Inc.“. Unter den Anträgen Googles befinden sich Wunschendungen wie .love, .inc, .film, .google und .youtube.

In insgesamt 21 Fällen konkurrieren die beiden Weltkonzerne Amazon und Google. Die knappe Endung .app hat neben Google und Amazon noch elf weitere Bewerber. Beliebt ist aber auch die Endung .web, für die sieben Bewerbungen eingingen. Darunter auch die deutsche Fima Schlund Technologies GmbH.

Im Fall mehrerer Interessenten einer TLD sieht die Icann vor, dass sich die Anwärter untereinander einigen sollen. Ist dies nicht Fall, will die Icann die Wunschendung unter den Kandidaten versteigern. Insgesamt gibt es 231 Webendungen, die dafür in Frage kommen würden.

Einige Domainendungen werden für die Icann zu einem sehr erfolgreichen Geschäft werden. Jede Bewerbung hat den einzelnen Bewerber schon jetzt mindestens 185.000 US-Dollar gekostet. Diese Gebühr wird auch im Falle eines erfolglosen Antrages nicht mehr zurückgezahlt.

Bereits 352 Millionen US-Dollar hat die Icann nach eigenen Abgaben mit dem Bewerbungsverfahren eingenommen. Offen ließ die Icann jedoch, wie sich die Antragsgebühr zusammensetzt und wie diese Beträge eingesetzt werden. Auf der eigenen Internetseite versicherte die Icann, dass es bei der TLD-Vergabe nicht um Profit gehe. Man verwies auf die einstweilige Kostenschätzung für das „New gTLD Program“, welche 2010 veröffentlicht wurde. Als Rechengrundlage wurde darin von 500 Bewerbungen ausgegangen.

70 Anträge wurden von Unternehmen aus Deutschland eingereicht. Anders als im englischsprachigen Raum sollten jedoch die meisten Anträge auch gute Chancen haben, ohne Einigungsprozess oder Versteigerung ihre gewünschte TLD zu bekommen. Der größte Anteil deutscher Adressendungen ist konkurrenzlos.

Verfasst von: Marc Hartung-Knöfler

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Über den Autor

Blanka
Blanka ist Teamleiterin SMM/IPR bei der Online Marketing Solutions AG. Nach einem Studium der Medienwissenschaft begann sie als Trainee in der Presseabteilung der OMSAG, bevor sie dort 2012 das Projektmanagement übernahm. Am liebsten schreibt sie über interne Themen - z. B. Mitarbeiterevents - sowie über alles, was mit Online-PR und Social Media zusammenhängt.

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