Interne Suche im Online-Shop: Danach suchen Nutzer auf eurer Seite

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Site Search: Die interne Website-Suche richtig analysieren

Interne Suche: Danach suchen Nutzer auf eurer Website (vergebens?)

Zu Ostern begeben sich jedes Jahr Kinderscharen auf Ostereier-Suche und haben sogar richtig Spaß dabei! Wer aber so gar keine Lust auf unnötige Suchereien und Versteckspiele hat? Eure Website-Besucher. Gut, dass viele (doch leider längst nicht alle) Websites über eine Suche verfügen: Darüber lassen sich im Idealfall bestimmte Inhalte oder Produkte spielend leicht auffinden. Gleichzeitig liefern die Suchanfragen viele wertvolle Anhaltspunkte für die Fragen und Belange eurer Website-Besucher. Nutzt dieses Wissen, um eure Seite noch besser auf eure Interessenten abzustimmen, bevor diese auf Mitbewerber-Seiten verschwinden! Hier erkläre ich euch, wie es geht.

Interne Website-Suche – was ist das überhaupt?

Die interne Suche (Site Search) bezeichnet das Suchfeld, das Nutzern auf vielen Websites zur Verfügung steht. Damit ist es möglich, alle Inhalte einer Seite in Kürze zu durchsuchen. In manchen Fällen wird es zur Zeitersparnis genutzt; in anderen Fällen haben die Nutzer gar keine andere Wahl: Nämlich dann, wenn eine Seite beispielsweise unübersichtlich und unstrukturiert aufgebaut ist. Wenn sich Besucher dann überhaupt noch die Mühe machen, die Suche zu verwenden, können sich Website-Betreiber glücklich schätzen! Denn der Klick weg von der Seite zur nächsten ist schnell getan.

Habt also ein Auge auf das Nutzerverhalten auf eurer Seite. In diesem Fall natürlich speziell die Suche: Sie verrät euch vieles über die Bedürfnisse und Fragen, für die sich User auf eurer Seite Informationen bzw. Antworten wünschen. Ein Check eurer Site Search kann daher als ehrliches Zeugnis darüber dienen, ob ihr diesen Bedürfnissen gerecht werdet.

Was nutzt mir die interne Suche nun genau?

Bevor es an Auswertungsmöglichkeiten geht, greife ich die sicher spannendere Frage vorweg: Welchen Vorteil bietet eine Analyse der Suche konkret? Hier einige Beispiele, welche wichtigen Rückschlüsse ihr daraus ziehen könnt:

Ein Begriff wird auffällig häufig in die Suche getippt

Dies könnte ein Hinweis sein, dass Nutzer anhand der Menüstruktur eurer Seite das Gewünschte nicht intuitiv finden.

  • Mein Tipp: Prüft nach, ob die gesuchte Seite nicht besser direkt in der Menüstruktur platziert werden kann, beispielsweise als Hauptmenüpunkt oder als Unterpunkt der zweiten Menüebene. So erhöht ihr die Wahrscheinlichkeit, dass der Nutzer das Gewünschte schneller findet und somit auch länger auf der Seite verweilt. Gleichzeitig dürfte auf diese Weise die Zahl der Anfragen bzw. in einem Online-Shop die Zahl der Käufe steigen: Diesmal dann ganz ohne, dass Interessenten auf die Suchfunktion angewiesen sind.

Viele Suchanfragen werden in einer fremden Sprache getätigt

  • Mein Tipp: Gibt es vermehrt Suchanfragen zum Beispiel in Englisch, so ist es Zeit zu überlegen, die Seite zu übersetzen und somit mehrsprachig anzubieten. Dies hat wiederum den Vorteil, dass ihr eure Zielgruppe erweitern und eure Reichweite erhöhen könnt.

Falsche Eingaben in der Suchzeile wie Rechtschreibfehler oder Buchstabendreher

  • Mein Tipp: Gerade bei Online-Shops gilt es, bei Suchanfragen Toleranz zuzulassen. Man kann hier von einer recht großen Streuung reden; immer mal wieder kommt es zu fehlerhaften Eingaben. So ist es wichtig, im System auch Rechtschreibfehler und vom Produktnamen abweichende Schreibweisen zu akzeptieren. So finden Interessenten dennoch die korrekten Suchergebnisse im Listing. Beispiel: “Lederhose für Herren“ statt “Herrenlederhose“.

Was passiert bei Synonymen?

  • Mein Tipp: Es kommt häufig vor, dass Nutzer bei der Suche Synonyme verwenden. Denn natürlich sind sie nicht immer mit den genauen Bezeichnungen eures Produktkataloges vertraut. Hier sollte die Suche so aufgebaut sein, dass Produktergebnisse auch bei Synonymen mit der im System hinterlegten Schreibweise angezeigt werden. Dies dient der Nutzerfreundlichkeit und erhöht so die Chance auf Conversions.

Tracking für eure Site Suche einrichten – so klappt‘s

Die Analyse-Tools Google Analytics oder Piwik sind zwei Möglichkeiten, ein Tracking für eure interne Suche einzurichten. Wir empfehlen und nutzen aber primär Google Analytics.

Wie ihr zur Einrichtung vorgeht, könnt ihr hier Schritt für Schritt nachvollziehen.

  1. Suchparameter für die eigene Website ausfindig machen.
    Um die Suchaktivitäten eurer Website-Besucher in Analytics angezeigt zu bekommen, müsst ihr zunächst den Suchparameter ausfindig zu machen. Das ist eigentlich recht einfach. Denn dieser ist normalerweise in der URL enthalten und immer nach dem gleichen Schema aufgebaut. Es kommt jedoch auf das verwendete System an. Wenn man bei Google beispielsweise nach „Osterhase“ sucht, enthält die URL den Wert q= (Suchparameter von Google), gefolgt von der eingegebenen Suchanfrage:

https://www.google.de/search?q=osterhase

Bei anderen Systemen, wie zum Beispiel WordPress lautet der Suchparameter: ?s= . Daran angehängt folgt die Suchanfrage:

http://www.omsag.de/?s=suchmaschinenoptimierung

  1. In die Verwaltungsoberfläche von Google Analytics gehen.

Bei mehreren verwalteten Seiten müsst ihr in diesem Schritt zunächst das korrekte Konto auswählen.

  1. Über den Punkt “Verwaltung“ in die Datenansicht des Kontos wechseln.

Hier hat man nun die komplette Datenansicht. In der Grundeinstellung steht das “Site Search-Tracking“ auf “AUS“. Dies müsst ihr einschalten und anschließend im Eingabefeld “Suchparameter“ den zuvor ermittelten Wert eintragen.

Um die Suchanfragen direkt in Klarschrift vorliegen zu haben, kann man noch die Option “Suchparameter aus URL entfernen“ anwählen.

Um die Suchanfragen direkt in Klarschrift vorliegen zu haben, kann man noch die Option “Suchparameter aus URL entfernen“ anwählen.

Site Search Tracking in Google Analytics aktivieren

  1. Mit Klick auf “Speichern“ könnt ihr die vorgenommenen Einstellungen speichern.

Der Bereich „Verhalten“ in Berichte wurde nun um die Site Search erweitert:

Ansicht der Site Search im Seitenmenü von Google Analytics

Das Suchfeld sinnvoll platzieren

Auch das Suchfeld selbst sollte natürlich schnell auffindbar sein und daher prominent auf eurer Website platziert sein (alle Unterseiten miteingeschlossen). Daher hier ein paar Tipps:

  • Als erfolgreiche Platzierung sollte der Headerbereich genutzt werden. Hier am besten das Suchfeld auf der rechten Seite positionieren, da die Menschen in den meisten Fällen zunächst rechts statt links lesen. Eine Platzierung weiter unten oder links ist auch in Ordnung, verliert aber an Aufmerksamkeit.

Das Suchfeld sollte in jedem Fall prominent als auch unaufdringlich gestaltet sein. Abgesehen von den Bereichen oben oder unten wird die Suche auch gerne mit in die Hauptnavigation implementiert.

  • Das Suchfeld sollte auf jedem Endgerät gut sichtbar und leicht zu handhaben sein.
  • Um die Suche für den Besucher leichter auffindbar zu machen, sollte man zumindest den Button, der die Suche abschickt, auffällig gestalten oder ein Lupen-Symbol integrieren. Gerne mit einer Farbe, die einem direkt ins Auge fällt.

Problem: Die Suche ergibt keine passenden Treffer

Wenn bei der internen Suche keine geeigneten Treffer gefunden werden, hat es meist folgenden Grund: Es ist einfach zu wenig relevanter Content auf der Seite vorhanden. Dadurch ist es für die Suchfunktion nicht möglich, ein schlüssiges Ranking von Suchtreffern zu erstellen, selbst wenn es auf der Website Inhalte zu dem eingegebenen Suchbegriff gibt. Daher erhält man oft unzureichende oder meist gar keine Ergebnisse. Hier zeigt es sich wieder einmal, dass man zu jedem Bereich seiner Website genügend Content bereitstellen muss. So könnt ihr nicht nur euer Google-Ranking verbessern, sondern auch die Funktionsfähigkeit eurer interne Suche.

Ich hoffe, meine Tipps haben euch die Augen dafür geöffnet, wie bedeutsam die interne Suche für die Nutzerfreundlichkeit eurer Website ist.

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Über den Autor

Markus
Markus ist gelernter Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung und startete 2013 bei der OMSAG als SEO-Techniker in der KMU Technik. Seit April 2015 hat er die Position des Teamkoordinators übernommen. Des Weiteren betreut Markus die KMU-Referenzkunden im Unternehmen.

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