Digitale Zeiten: Ein Tag im Leben eines “Otto-Digital-Verbrauchers“

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Ein Tag im Leben eines "Otto-Digital-Verbrauchers"

Digitale Zeiten: Ein Tag im Leben eines “Otto-Digital-Verbrauchers“

 

  • Morgens, 7 Uhr in Deutschland: Der Wecker klingelt!

Vielleicht auch schon ein bis zwei Stunden vorher. In jedem Fall ist 7 Uhr durchschnittlich genau der Zeitpunkt, zu dem die meisten Deutschen erstmals ihre Apps checken. Damit sind wir in Deutschland europaweit sogar am Frühsten dran! Warum das so interessant ist? Weil uns Smartphone, Tablets oder andere technische Digital-Geräte so vielseitig im privaten und beruflichen Alltag begleiten, dass die Interaktions-Möglichkeiten mit Unternehmen und Marken schier unendlich zu werden scheinen … Genau das möchte ich euch gern näher zeigen.

Das tut fast schon weh

Diese Möglichkeiten eröffnen sich natürlich nur, wenn Unternehmen auch digital erreichbar sind: also über eine Website verfügen und im besten Fall auch über Profile im Social Web usw. Und darum tut es fast schon weh, wenn Firmen im Internet keine Präsenz zeigen (oder selbige schludern lassen): 30 Prozent der deutschen Unternehmen verfügten 2016 immer noch nicht über eine eigene Website (Quelle: Statista)! Warum eigentlich nicht? Wo bleibt die Liebe zum eigenen Internetauftritt? Immerhin sind 84 Prozent der Deutschen online unterwegs – eine immens große Zielgruppe potenzieller Käufer.

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Von morgens bis abends: Alles digital, oder was?

Viele Deutsche starten ihren Tag also mit einem App-Check: WhatsApp bimmelt, die aktuellsten News aus der Welt tickern übers Smartphone. Stellen wir uns doch einfach mal vor, wie der Tag eines – sagen wir “Otto-Digital-Verbrauchers“ heutzutage aussehen könnte! Nennen wir ihn Otto D.

So könnte der Tag eines Otto-Digital-Verbrauchers heutzutage aussehen

  • 07:00 Uhr: Otto D. checkt seine Apps.

Was ist heute los in der Welt? Was gibt’s Neues im E-Mail-Postfach, in XING und im Messenger? WhatsApp gehört übrigens zu den meistgenutzten Apps in Deutschland. Klar, wer schreibt heute noch SMS, wenn es auch mit anderen Diensten geht. Die sind häufig preiswerter und bieten auch viel mehr Interaktionsmöglichkeiten. WhatsApp wird in der täglichen Kommunikation mittlerweile sogar mehr genutzt als E-Mails.

  • 07:20 Uhr: Energie für den Tag: Kurz einen Kaffee brühen und raus aus dem Haus.

Auf dem Weg zur Bahn prüft Otto die örtliche Verkehrs-App. Na toll, der Zug hat wieder 20 Minuten Verspätung … Aber immerhin ist jetzt noch Zeit, beim Bäcker ein Brötchen zu holen. Am Bahnhof angekommen, vertreibt sich Otto dann mit seiner Lieblings- Playlist aus dem Musik-Streaming-Dienst Spotify die Wartezeit.

  • 08:00 Uhr: Was geht auf Facebook?

Auf seiner Anreise zur Arbeit per Bahn, stöbert Otto in Facebook (das erste von unzähligen Malen heute). 21 Millionen täglich aktive Nutzer hat das Netzwerk in Deutschland; der Großteil verwendet es mobil! Dort dominieren mittlerweile allerlei unterhaltsame und informative Videos. Per Live-Video könnt ihr zahlreiche Begebenheiten weltweit direkt „miterleben“ und kommentieren: ob Events oder zum Beispiel Medienberichterstattung. Heutzutage ist man kaum schneller informiert.

Natürlich mischen sich auch Meldungen von Familie und Freunden dazwischen sowie Beiträge verschiedener Marken. Rund 80 Prozent der aktiven deutschen Facebook-Nutzer verbinden sich über die Plattform mit kleineren oder mittleren Unternehmen. So auch Otto: Ein Online-Herrenausstatter hat heute früh schon gepostet: Mit einem lockeren Spruch auf den Lippen wünscht das Unternehmen seinen Fans einen tollen Start in den Tag.

  • 08:30 Uhr: Let’s start work.

Volle Konzentration und ran an die Arbeit!

09:30 Uhr: Das Handy bimmelt.

Oh, ist nur der Google Kalender. Dieser erinnert Otto D. an einen wichtigen Kundentermin heute Nachmittag. Alles klar. Praktischer Weise kann er gleich mehrere Kalender führen, berufliche und private. So kann Otto seine Berufstermine auch für Kollegen freigeben.

  • 11:08 Uhr: Online-Recherche.

Oh. Fürs Kundenmeeting fehlen ja noch ein paar Infos, die Otto in der Hinterhand haben wollte, um bei kritischen Fragen mit handfesten Branchenzahlen trotzdem richtig zu überzeugen. Google ist behilflich.

  • 12:15 Uhr: Alles vorbereitet.

So, für den Termin ist jetzt alles perfekt vorbereitet. Nur noch kurz die Konzerttickets für nächsten Monat online bestellen und ab in die Mittagspause. Wobei, was gibt’s heute überhaupt beim Bistro um die Ecke? Kurzer Check auf der Website.

  • 12:35: Warten aufs Mittagessen.

Zeit, das Neueste auf Instagram und Facebook zu checken: Ein bekannter Fußball-Profi streamt gerade via Facebook-Live und beantwortet Fan-Fragen. Aus der Bundesliga strömen parallel diverse Transfer-Sensationen durch den Newsfeed. So mancher Profi-Kicker ist zudem auf Instagram ziemlich aktiv: Natürlich bleiben daher auch dort die soeben bekanntgegebenen Transferwechsel nicht unkommentiert. Und ein Geschäft in der Nähe bewirbt mit einem Aktions-Gutschein sein Blumen-Sortiment. Kernbotschaft: “Bereiten Sie Ihrer Liebsten doch mal wieder eine Freude!“ Der Laden ist ihm neu und scheint sogar in der Nähe zu sein. Hm, nicht verkehrt. Vielleicht mal merken.

13:30 Uhr: Wohin des Weges?

Ab zum Kundentermin! Der ist zwar erst um 15 Uhr. Aber Otto hat vorher bei Google Maps die Strecke und zeitliche Entfernung gecheckt; er und sein Kollege nutzen dafür den Firmenwagen. Dabei ist er auf den dicken Stau aufmerksam geworden, durch den sie sich noch schlängeln müssen. Professionelle Vorbereitung ist einfach die halbe Miete.

  • 16:32 Uhr: Läuft (zumindest beruflich)

Der Termin lief wie geschmiert. Auf dem Smartphone haben sich in der Zwischenzeit ein paar Nachrichten angehäuft …

Nachrichten im WhatsApp-Verlauf

Mist! … Hochzeitstag vergessen. Milch schnell in die Einkaufslisten-App eingetippt.

  • 17:51 Uhr: Zurück im Büro.

Erinnerung im E-Mail-Postfach für morgen: Für ein groß angelegtes Projekt muss Ottos Firma geeignete Kooperationspartner finden. Dazu müssen verschiedene Anbieter recherchiert und verglichen werden. Im Web wird er sicher schnell fündig. Aber gut, dafür ist morgen noch Zeit. Feierabend für heute.

  • 18:01: Blumen besorgen.

Manuela muss wieder milde gestimmt werden. Vielleicht helfen Blumen. Wo zur Hölle hat jetzt hier in der Nähe noch ein Blumenladen auf, der auch noch fußläufig erreichbar ist? Googlen ist jetzt die schnellste Lösung. Michael fällt das Geschäft wieder ein, auf das er heute in Facebook aufmerksam geworden ist. Das hat laut Google sogar noch auf!

18:42 Uhr: Ein Blick auf die Verkehrs-App

Die Bahn kommt dieses Mal pünktlich, sagt die App – na Gott sei Dank! Auch in der Bahn greift Otto zum Smartphone: Er hat nämlich Sky Go, um auch unterwegs kein Bundesliga-Spiel zu verpassen. Wir alle nutzen übrigens unser Smartphone im Schnitt 150 Mal am Tag.

  • 19:26 Uhr: Wieder zu Hause angekommen.

Manuela ist wieder milde gestimmt. Die Blumen sind gut angekommen, und die Einkäufe bestellt Otto für morgen früh direkt frisch nach Hause: online versteht sich. 30 Prozent der Deutschen bestellen jede Woche Produkte oder Dienstleistungen im Internet. Besonders gerne landen dabei Kleider und Schuhe im digitalen Einkaufswagen. Danach folgen Bücher, elektronischen Geräten, Spiele und Musik.

  • 21:05 Uhr: Letzte Erledigungen am Schreibtisch

So, jetzt müssen nur noch ein paar Überweisungen getätigt werden. Gut, dass das per Online-Banking so einfach und flexibel möglich ist. Tagsüber hätte Michael echt keine Zeit für gehabt. Oh, der Kunde von heute Nachmittag hat via XING eine Kontaktanfrage gestellt; die wird natürlich gleich angenommen. Was steht noch auf der To-do-Liste? Hochzeitstag für immer ins Gedächtnis brennen (… und zur Sicherheit in den Google Kalender eintragen!). Gute Nacht.

Was sagt uns das genau? Potenzielle Kunden wie Michael sind immer häufiger und länger digital unterwegs. Doch viele potenzielle Anbieter – immerhin 30 Prozent der Unternehmenslandschaft in Deutschland – sind es nicht! Dabei sind deutsche Internetnutzer an Marken interessiert, suchen aktiv nach ihnen und wollen sich verbinden.

Deutschland – ein digitales Entwicklungsland?

Im unendlichen Web-Universum sind diese Unternehmen leider nicht mal ein kleiner Stern am Himmelsfirmament. Selbst Angela Merkel warnt in Bezug auf die Digitalisierung Deutschlands “in Kürze zu den Entwicklungsländern weltweit“ zu gehören. Das geht aus einem aktuellen Artikel der Süddeutschen Zeitung hervor. Was drastisch klingt, ist in MerkBild von Angela Merkelels Beispielen primär auf die öffentliche Verwaltung und Themen wie den Datenschutz bezogen. Doch was im Großen gilt, gilt auch im Kleinen. Die deutsche Bundeskanzlerin drückt diese Dimensionen so aus:

„Die Digitalisierung ist ein solcher Umbruch wie die Zeit des Buchdrucks und die Zeit von der Agrarwirtschaft zur Industrialisierung.“ (Quelle: Süddeutsche Zeitung)

Starke Wortwahl! Wen die Digitalisierung und der digitale Fortschritt im eigenen Unternehmen kalt lässt, hat wohl auch den Buchdruck und die Industrialisierung nicht wirklich als geschichtsträchtige Ereignisse wahrgenommen …

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Über den Autor

Annika
Annika ist Redakteurin für die interne und externe Unternehmenskommunikation der OMSAG. Im Januar 2014 begann sie als Trainee für Public Relations. Seit Anfang 2016 ist sie als “Referentin Unternehmenskommunikation“ für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Sie schreibt gerne über Neuigkeiten aus dem Unternehmen, Events und weitere Themen rund um Online-Marketing.

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